Festival Das sind die großen Fünf am zweiten Tag des Maifeld Derbys

Auch am zweiten Tag des elften Maifeld Derby auf dem Mannheimer Maimarktgelände setzen sich Entdeckergeist und große Würfe fort. Ehe das Programm beginnt, präsentieren wir Ihnen die fünf größten, ungewöhnlichsten und prägendsten Künstler des kompletten zweiten Festivaltages.  

Von 
Markus Mertens
Lesedauer: 

Punkt 1 von 2 Lucy Kruger & The Lost Boys

In Südafrika geboren, in Berlin zu Hause hat sich Lucy Kruger ein derart finster-geniales Folkprojekt gebaut, das ebenso Tiefe wie Faszination schafft. Denn auch, wenn die Melodien meist getragen daherkommen, sind sie mitnichten banal oder austauschbar. Der bare Busen der Sängerin, der sich auf fast jedem ihrer Cover zumindest in Andeutungen zeigt, ist da keineswegs Provokation, sondern eher ein klarer Hinweis, dass diese Musik ohne jedes Accessoire, sondern ganz nackt und ehrlich daherkommt. Ein Experiment, auf das sich Mannheim mit Kruger und ihren Lost Boys einlassen durfte - und das furios gelang!

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Punkt 1 von 2 Sampa The Great

Wenn sambische Wurzeln und australische Folklore in einer Biographie zusammenfließen, stehen ungewöhnliche Ergebnisse fast schon automatisch zu erwarten. Und genau so ist es bei Sampa The Great auch. Denn vollkommen gleich, ob die Sängerin sich an ewig voluminösen Soul-Vibes, präzisen Rap-Passagen oder afrikanischen Beats versucht – ihre tiefe, warme Stimme meistert alle Herausforderungen fast schon spielerisch. Der Beiname „The Great“ kommt da keineswegs unverschämt daher. Auch im Palastzelt präsentierte die Sängerin ein Set voller Wucht und Anmut, das stürmisch gefeiert wurde.

Punkt 1 von 2 Bilderbuch

Die Austropop-Jungs aus Wien sind in Mannheim nun wirklich keine Unbekannten – und werden für ihre einzigartige Mischung aus dialektal gefärbtem Liedgut und technisch ausgeklügelten Melodien im deutschsprachigen Raum völlig verdient gefeiert. Ob bei Sound Of The Forest oder in zurückliegenden Jahren des Derbys setzten die Jungs ausnahmslos Ausfrufezeichen – man durfte sich fast schon sicher sein, dass die Österreicher diese Chance auch am späten Abend auf der Open Air-Bühne nicht an sich vorbeiziehen lassen werden. Und genau so kam es auch. Auf Mannheim wartete ein Set von erstaunlicher Spielfreude und großem Variantenreichtum!

 

Punkt 1 von 2 King Gizzard & The Lizzard Wizard

Hier zeigt sich einmal mehr, welchen Rang das Maifeld Derby und Timo Kumpf auch international längst haben. Denn die australischen Psychedelic Rock-Headliner aus Australien geben in Mannheim nicht nur ihren einzigen Festivalauftritt in Deutschland 2022 -  das Sextett ist live immer eine Überraschung wert, inhaltlich kaum auszurechnen und genau deshalb so unendlich spannend. Ein volles Palastzelt bezeugte eine wilde Show, die sich auszahlte!

Punkt 1 von 2 Föllakzoid

In den frühen Morgen hinein geht es mit dem Kollektiv aus Chile, das mit analogem Trance zwischen Post Rock und Ambient-Versatzstücken seit mehr als einem Jahrzehnt auf sich aufmerksam macht und einem Genre voller digitaler Überfrachtung die Kunst der elektrifizierten Tradition gegenüberstellt. Für all diejenigen, die um 2 Uhr die Suche nach neuen Eindrücken noch nicht aufgegeben haben, eigentlich ein Pflichtbesuch!

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