Lesung

Zwischen zwei Kulturen

Olga Grjasnowa liest aus „Der verlorene Sohn“

Von 
Red
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Die Autorin Olga Grjasnowa stellt am Sonntag, 29. Januar, im Rahmen der Lesereihe europa_morgen_land ihren historischen Roman „Der verlorene Sohn“ vor. Die Geschichte spielt im Nordkaukasus im Jahr 1839. Jamalludin wächst als Sohn eines mächtigen Imams auf. Seit Jahrzehnten tobt der Kaukasische Krieg und sein Vater wird von der russischen Armee immer mehr bedrängt. Schließlich muss er seinen Sohn als Geisel geben, um die Verhandlungen mit dem Feind aufzunehmen, und Jamalludin wird an den Hof des Zaren nach St. Petersburg gebracht. Bald schon ist der Junge hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach seiner Familie und den verlockenden Möglichkeiten, die sich ihm in der prächtigen Welt des Zaren bieten. Olga Grjasnowa erzählt sprachmächtig von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss.

Olga Grjasnowa wurde für ihren vielbeachteten Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr „Gott ist nicht schüchtern“. Der Roman wurde zum Bestseller und hat sich 50 000 Mal verkauft.

Stellt in Mannheim ihren neuen Roman vor: Olga Grjasnowa. © Joachim Gern

Die Lesung beginnt um 17 Uhr im Port25 – Raum für Gegenwartskunst, Hafenstraße 25 - 27. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Anmeldung: KulturQuer, Gisela Kerntke, 0621 / 33 26 71 oder gisela.kerntke@freenet.de. red

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