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Kunst

Was macht eigentlich Jonas Wolfgang Lundius?

Von 
Dr. Susanne Kaeppele
Lesedauer: 
Jonas Wolfgang Lundius vor einer Teilansicht seines 2,10 Meter mal sieben Meter großen Werks von 2021 (Öl auf Leinwand, momentan noch ohne Titel). © Manfred Rinderspacher

Im neuen Atelierhaus Altes Güteramt hat auch Jonas Wolfgang Lundius sein Atelier, das er nutzt, um seinen Stil mal wieder vollständig zu ändern. Nach Ausflügen ins Ornamentale, in die radikale, „arme“ Kunst unserer Tage, die aus kleinen Pappkartons oder Fundstücken der Straße bestand, hat er nun ein riesiges Gemälde geschaffen, drei auf sieben Meter groß und ganz traditionell in Öl auf Leinwand gemalt.

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Lundius wurde 1983 in Tönisvorst am Niederrhein geboren, kam 2003 an die FKAM (Freie Kunstakademie Mannheim), wurde dort entdeckt und gefördert von Konstantin Voit und schaffte es auf die Kunstakademie nach Karlsruhe. Dort studierte er von 2005 bis 2011 unter anderem bei Franz Ackermann, dessen Meisterschüler er wurde.

Die letzten Jahre waren sehr geprägt von seinen Ausflügen nach Marokko, wo er fast jedes Jahr war. Seine Kunst zeigte sich beeinflusst vom arabischen Raum, der völlig anderen Ästhetik, von den ornamentalen Formen des Orients. Bekanntermaßen interessiert sich ja die islamische Welt nicht für das Abbild, sehr stark aber für Schrift und für das Ornament. In den Werken der letzten Jahre ging der Künstler diesem Konzept nach und kreierte immer gleiche Formen in allen Farben.

Spiel mit Schrift und Ornamenten

Bei dem neuen Gemälde scheint sich das alles wieder zu ändern: Nun ist es die große Form, die reine Malerei. Alle Farben, so entsteht der Eindruck, kommen unterschiedslos vor, auch alle Formen entwickeln sich frei und offen im großen Raum.

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Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass Lundius mit allen Möglichkeiten operiert: Linien, eingefasste, kleine Flächen, klitzekleine Reihungen, aber auch echte Schrift. Es stehen nämlich auf das ganze Gemälde verteilt Stücke eines Satzes, ebenfalls in unterschiedliche Farben gefasst. Starke Farbformen treffen auf zarte Linien, verschwimmende Flächen auf karierte Stellen, und dann wieder eine rein ornamentale Stelle mit Punkten, gestrichelten Markierungen und kleinen zart schimmernden Anteilen.

Freie Autorin Freiberufliche KunsthisitorikerinSchwerpunkte: Aktuelle, zeitgenössische Kunst, Videokunst, Fotografie,Klass. Moderne, Renaissance

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