Kulturpolitik - Kirill Serebrennikow verliert sein Amt Regisseur muss gehen

Von 
dpa
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Der viele Jahre von der russischen Justiz verfolgte Starregisseur Kirill Serebrennikow verliert seinen Job als Theaterchef des international bekannten Gogol-Zentrums in Moskau. Die Kulturabteilung der russischen Hauptstadt teilte dem 51-Jährigen mit, dass sein Vertrag am 25. Februar auslaufe und der Theatermacher seine Papiere abholen könne. Alles in der Welt ende irgendwann einmal, teilte Serebrennikow am Dienstag mit. „Aber es beginnt irgendetwas Neues.“

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Serebrennikow, der in der Vergangenheit unter anderem auch in Stuttgart, Berlin und Hamburg inszenierte, wurde im vergangenen Jahr wegen angeblicher Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen. Er hatte lange Zeit im Hausarrest verbracht und wurde zu einer Bewährungsstrafe und zur Zurückzahlung der mutmaßlich hinterzogenen Gelder verurteilt.

Sein Schuldspruch in Russland war umstritten: Kirill Serebrennikow. © dpa

Der Richterspruch wurde international als harter Schlag gegen die liberale Kunstszene in Russland kritisiert. Serebrennikow hatte dabei stets seine Unschuld betont. Das Vorgehen gegen den gesellschaftskritischen Künstler galt als politisch motiviert. dpa