Pfalzbau bietet wieder Staraufgebot

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Stefan M. Dettlinger
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Das Pfalzbautheater. (Archivbild) © Achim Keiper

Ludwigshafen/Mannheim. Mit einer Werkschau zur Berliner Schaubühne wollen die Pfalzbau Bühnen in Ludwigshafen in der kommenden Spielzeit Glanzpunkte am Rhein setzen. Mit einem Spielplan aus internationalen und nationalen Gstspielen wartet das Haus von Intendant Tilman Gersch ab September auf. Das Programm, sagte Gersch, sei natürlich weitgehend in einer Zeit entstanden, in der es Corona noch nicht gab. „Da müssen wir eben sehen, wie es im September sein wird“, sagte Gersch bei der Spielplanpressekonferenz am Dienstagvormittag im Ludwigshafener Pfalzbau.

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Seit langer Zeit war es im Kulturbereich die erste Pressekonferenz, die physisch stattfand und nicht per Videostream.

Auf der Programm der Werkschau der Schaubühne Berlin stehen etwa Herbert Fritschs „grotesk-komische Inszenierung von Molières Komödie „Amphitryon“ und Thomas Ostermeiers zum Theatertreffen eingeladene Aufführung „Die Ehe der Maria Braun“ nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder. Los gehen soll die Spielzeit am 4. September mit dem Tanzstück „Nouvelles Pièces Courtes“ von Philippe Decouflé mit der Compagnie DCA aus Frankreich - eine Produktion, die aus der aktuell brachliegenden Spielzeit übernommen wird. Kurator der Tanzsparte wird nach Nanine Linning nun Marco Goecke, der in der Spielzeit auch das Tanztheater Pina Bausch mit „Palermo Palermo“ im Rahmen der Festspiele an den Rhein zu holen. Insgesamt stehen 153 Vorstellungen von 88 unterschiedlichen Produktionen auf dem Programm, davon allein 34 in der Sparte Tanz, 31 im Bereich Kinder- und Jugendtheater sowie 29 im Schauspiel.

Ressortleitung Stefan M. Dettlinger leitet das Kulturressort des „Mannheimer Morgen“ seit 2006. Er schreibt dort in erster Linie über Musiktheater und Klassik, aber auch über andere kulturelle Thematiken. Im Zentrum seines Interesses stehen vor allem auch die politische und kulturpolitische Berichterstattung. Davor, seit 2000, war Dettlinger Musikredakteur in der Kulturredaktion des „Südkurier“ in Konstanz. Dettlinger ist von Haus aus Musiker. Er studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin am musikwissenschaftlichen Institut bei Hermann Danuser und Wolfgang Auhagen sowie dank eines Jahresstipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdienstes am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei Michel Béroff Klavier. Den Beginn des Studiums absolvierte er mit dem Musiklehrer-Diplom an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo er Klavier, Musiktheorie, Gehörbildung und Komposition in den Hauptfächern sowie Gesang im Nebenfach studierte. Dettlinger stammt aus Stuttgart, wo er Abitur machte und die ersten 27 Jahre seines Lebens verbrachte. Im Herbst 2016 veröffentlichte er im Wellhöfer-Verlag seinen ersten Roman "Linds letzte Laune", der in der Medienwelt spielt.