Schauspiel - Kleist-Förderpreis an Ivana Sokola für „kill baby“ NTM zeigt im September Uraufführung

Von 
Sebastian Koch
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Das Kleist Forum und die Stadt Frankfurt an der Oder zeichnen die Dramatikerin Ivana Sokola mit dem diesjährigen Kleist-Förderpreis aus. Die 1995 geborene Hamburgerin werde für ihr Stück „kill baby“ geehrt, teilten Forum und Stadt am Donnerstag mit. Neben dem Preisgeld in Höhe von 7500 Euro beinhalte der Förderpreis auch eine Uraufführungsgarantie – die in diesem Jahr das Nationaltheater Mannheim (NTM) übernimmt.

Autorin Ivana Sokola. © Ivo Wittmann
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Wie das NTM am Nachmittag bekannt gab, soll die Uraufführung „Ende September“ zu sehen sein. Ein genaues Datum gibt es zunächst nicht. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kleist Forum, Regie führt Sapir Heller.

Wichtigster Nachwuchspreis

Sokola lasse in „kill baby“ aus einem Mikrokosmos ein gesellschaftliches Panorama entstehen, hieß es in der Begründung der Jury, in der auch die Chefdramaturgin des NTM, Kerstin Grübmeyer, vertreten war. Im Zentrum stünden drei Frauen unterschiedlicher Herkunft und kultureller Identität, drei Generationen einer Familie auf engstem Raum. Sokola gehe poetisch und verdichtet mit Personal und Sprache um und gebe dem Thema eindringliche und sinnliche Bilder. Das Stück gehe um weit mehr als die Frage, ob die 17-jährige Kitti ihre Schwangerschaft beenden soll oder nicht. Der Preis wird jährlich von der Stadt, dem Kleist-Forum und der Dramaturgischen Gesellschaft vergeben und gilt als wichtigster Nachwuchspreis für deutschsprachige Bühnenautoren. seko/epd

Redaktion Blattmacher der Kulturredaktion & Moderator des Stotterer-Ppppodcasts