Kulturpolitik - Stargeigerin fordert Öffnung von Museen Mutter übt scharfe Kritik

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Stargeigerin Anne-Sophie Mutter hat den strengen Umgang der Politik mit der Kulturbranche scharf kritisiert. Dass der kulturelle Raum von der Politik als „Superspreader-Raum“ dargestellt worden sei und Musikerinnen und Musiker ein Berufsverbot auferlegt bekommen hätten, habe nichts mit einer positiven Entschleunigung zu tun, sagte sie der „Badischen Zeitung“.

Will Anfang April in Leipzig ein Konzert geben: Anne-Sophie Mutter. © dpa
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„Für die rund 50 000 Soloselbstständigen in der Branche sind die Zeiten ruinös, zumal die sogenannten Novemberhilfen bis Ende Januar noch nicht geflossen sind.“ Sie könne nicht nachvollziehen, warum der Besuch eines Museums gefährlicher sein soll als der Einkauf in einem Drogeriemarkt. Mutter erwarte zumindest, dass bei ersten Lockerungen auch die Konzerthäuser wieder geöffnet würden. „Eine neue Studie aus Dortmund hat nachgewiesen, dass mit FFP-2-Maske so gut wie keine Infektionsgefahr in Konzerthäusern besteht, die wie das Konzerthaus Dortmund über ein effektives Lüftungssystem verfügen“, sagte Mutter. dpa/seko