Film - Nachwuchsfestival dieses Jahr ausschließlich digital Max Ophüls-Preis beginnt

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epd/tog
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An diesem Sonntag beginnt das 42. Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP). Das Festival findet bis zum 24. Januar und wegen der Corona-Pandemie erstmals online statt. Insgesamt werden laut Veranstaltern 98 Filme auf einer eigenen Streaming-Plattform gezeigt. 50 Filme treten im Wettbewerb um 16 Preise im Gesamtwert von 118 500 Euro an. Außerhalb des Wettbewerbs präsentieren die Reihen MOP-Watchlist und MOP-Shortlist eine Auswahl der besten deutschsprachigen Nachwuchsfilme aus dem zurückliegenden Produktionsjahr.

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Eröffnet wird das Filmfestival mit Fokus auf dem deutschsprachigen Nachwuchs mit dem Dokumentarfilm „A Black Jesus“. Der Debütfilm von Luca Lucchesi beleuchtet die Verehrung einer schwarzen Jesus-Statue in seinem sizilianischen Heimatdorf und die Spannungen, als eine Gruppe dort untergebrachter Geflüchteter aus Afrika an der religiösen Tradition teilhaben möchte.

Nach der Eröffnung gehen alle Filme am kommenden Montag um 10 Uhr online. Sie sind nach Veranstalterangaben nur während der Festivalwoche in Deutschland verfügbar und kostenpflichtig. Es gibt jeweils nur eine begrenzte Zahl an Tickets im Vorverkauf; jeder Film könne für acht Euro angeschaut werden.

Benannt ist das Festival nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls (1902-1957), der etwa mit der Schnitzler-Verfilmung „Reigen“ Aufmerksamkeit fand. Den Ehrenpreis für seine Verdienste um den jungen Film erhält, wie berichtet, der Regisseur Wim Wenders. Das Budget des Festivals fällt mit 900 000 Euro ein Viertel niedriger als im Vorjahr aus. Leiterin Svenja Böttger hatte bereits früher betont, eine Absage habe nie zur Debatte gestanden. Man wolle nun zeigen, was während der Pandemie möglich sei. epd/tog