Video - Community Art Center gibt eine Mini-Serie heraus Mannheimer im Stress

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rcl
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Die Welt, wir wissen es, verändert sich. Das hat sie schon immer getan, vermutlich aber nicht so schnell, wie sie es im digitalisierten Kapitalismus tut. Das Mannheimer Community Art Center wagt stets einen kritischen Blick auf die Lebensverhältnisse, nicht nur, aber vor allem in der Neckarstadt-West, wo das sozial engagierte Kunstzentrum angesiedelt ist. Spezialität des Instituts unter der Leitung von Annette Dorothea Weber sind Kunstprojekte im öffentlichen Raum und die kreative Auseinandersetzung mit den nicht gerade einfachen Verhältnissen vor Ort. Diesmal hat sie mit ihrem Team zur Videokamera gegriffen und die veränderte Arbeitswelt des digitalen Zeitalters untersucht.

Arbeit und Miete im Mittelpunkt

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Es entstand eine achtteilige Miniserie, die schlicht „#Stress“ heißt. Am Leben in der Stadt interessiert die Künstler nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch ihre Konsequenzen und Randgebiete: Mieten wird zum Luxus, Nachbarschaften driften auseinander, Influencer-Hipster leben neben Menschen, die von ihrer Arbeit in Niedriglohnsegmenten nicht mehr leben können. Gespielt und musikalisch begleitet wird all das vom festen Stamm lokaler freier Schauspieler und Musiker wie Monika-Margret Steger, Ziggy Haz Ardeur, Volxtanz Brass Band, Mathias Wendel oder Bettina Franke.

Die Figuren der Kurzfilme haben eines gemeinsam: Sie alle haben Stress. Alex mit seinem Blog, seine Geschwister, ihre alleinerziehende Mutter und ihr Ex, der im Auto lebt. Auch Lia, die mit ihren lesbischen Aktivistinnen-Müttern und ihrem vom Start-up frustrierten Bruder Mario in das Viertel gezogen ist. Armut zieht aber auch bei den coolen Hipstern ein … rcl

Info: Acht Kurzfilme unter http://bit.ly/stress-auf-youtube