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Medienkunst - Künstliche Intelligenz als Plattform

Mannheimer IDD kooperiert mit Salzburger Kulturzentrum

Von 
Red
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Der „argeBOT“ im Gespräch mit einer Nutzerin. © Wolfgang Lienbacher

Das Mannheimer Institut für Digitaldramatik (IDD) stellt sein erstes Projekt beim Salzburger Open Mind Festival des Kulturzentrums ARGEkultur und online auf der Webseite des Nationaltheaters vor. Das IDD wurde im Juli 2021 am Nationaltheater Mannheim (NTM) gegründet, um gemeinsam mit Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeiten digitaler Theaterarbeiten zu erforschen.

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Wie das NTM mitteilt, kooperieren „Feelings“ (Jil Dreyer und Josef Mehling) im Rahmen ihres Stipendiums nun mit der Salzburger ARGEkultur für den Chatbot „argeBOT“. Bei einem Chatbot handelt es sich um ein automatisiert arbeitendes Computerprogramm, das mit seinen Nutzern in Dialog tritt.

„Lebendiges Archiv“

„Feelings“ umfasst die künstlerischen Arbeiten, performative Forschung, Games und Gefühle, die Jil Dreyer und Josef Mehling seit 2017 mit- und füreinander entwickeln. Sie lassen sich von Formen wie (Video-/Rollen-)Spielen, Performance und Tanz inspirieren, um neue Formen des kollaborativen Erzählens im Digitaltheater zu bilden.

Das von dem größten unabhängigen Kulturzentrum Salzburgs produzierte, langfristig angelegte, experimentelle Projekt „argeBOT“ sei interdisziplinär konzipiert, so die Mitteilung weiter. Es arbeitet demnach an der Schnittstelle der Bereiche Medienkunst, Text und Diskurs sowie Vermittlung. 2019 und 2020 erlebte der „argeBOT“ seine ersten öffentlichen Testphasen als Installation. Gemeinsam mit dem Wiener Chatbot-Startup „The Ventury“ ging das Programm im November 2020 im Rahmen des Open Mind Festivals erstmalig auf der Homepage der ARGEkultur online.

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Zum 40-jährigen Jubiläum des Kulturzentrums im April 2021 beschäftigte der Bot sich mit der Geschichte des Hauses und erweiterte sein Wissen um Protestbriefe, Ansuchen und Konzeptpapiere, Zettel sowie Kritzeleien – und ist, so die Mitteilung, „zu einem lebendigen Archiv herangewachsen“.

Die seit Beginn des Projektes heranwachsende Künstliche Intelligenz (KI) soll demnach unter anderem Teil von Performances werden sowie Veranstaltungen, zum Beispiel Publikumsgespräche, selbst moderieren. Gleichzeitig ist das auf diese Weise zusammengetragene Text-Archiv selbst eine digitale Plattform, die mehr und mehr zum Aufenthalts- und Veranstaltungsort für unterschiedliche digitale Formate werden soll.

Nutzung vor Ort oder digital

Im Rahmen des Open Mind Festivals unter dem Motto „Macht euch verwandt!“ lädt der Bot nun zur spielerischen Reflexion der Spezies Mensch ein. Hierfür wird der „argeBOT“ durch einen Autoren-Schwarm erweitert, der in einem kollektiven Schreibprozess seine Dialogstruktur und Antworten neu entwickelt hat.

Nutzerinnen und Nutzer können vom 11. bis 16. November live im Foyer der ARGEkultur oder digital auf den Webseiten des Nationaltheaters (www.nationaltheater-mannheim.de) und der ARGEkultur (www.argekultur.at) in Kontakt treten. 

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