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KulturGut-Festival - Mit Jil Pappert präsentiert sich eine überaus vielseitige Sängerin beim zweiten KulturGut-Festival

Jil Pappert: "So kann ich meine Liebe zur Musik einfließen lassen"

Von 
Martin Vögele
Lesedauer: 
Vielseitig und stilistisch aufgeschlossen: die Sängerin Jil Pappert. © Michael Husar

Mannheim. Gesungen mit feinsinnig geführter Stimme, die klare Klangkonturen mit Wärme und Ausdruckstiefe vereint, avanciert „My Favorite Things“ hier zu einer wohltemperierten, hintergründigen Ballade: Wer sich anhört, wie Jil Pappert diesen Musical-Klassiker aus den ausgehenden 1950er Jahren interpretiert, der versteht, welcher Art die Anziehungskraft ist, die der Jazz auf die Sängerin ausübt: „Dass er so wahnsinnig vielfältig ist“, erläutert sie, „und dass man auch mit der Improvisation frei ist. Das heißt: Selbst einen Standard kann ich so gestalten, wie ich möchte. Und das fand ich immer ganz cool, meine eigene Liebe zur Musik so einfließen zu lassen“, fährt sie fort.

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Jil Pappert

  • Jil Pappert wurde 1997 in Karlsruhe geboren. Seit 2018 studiert sie Jazz- und Popgesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.
  • Die Sängerin ist unter anderem in der Band JazzCafé-Premium, in ihren Projekten Jilicious Sounds Vol.1 und Jilicious Beats Vol.1 sowie im Pappert-Holloway-Duo aktiv.
  • Infos über Jil Pappert finden sich auch auf ihrer Homepage sowie auf Instagram (@jilian_sophia).

Im Chor und in der Schulbigband mitgemacht

Diese „My Favorite Things“-Version (zu sehen auf YouTube) hat die in Mannheim lebende Vokalistin unter dem Dach ihres Jamsession-Projekts Jilicious Sounds Vol.1 aufgenommen, bei dem sie mit wechselnden Musikerinnen und Musikern zusammenarbeitet. In diesem Fall wurde sie kongenial von Pianist Philip Weyand begleitet - mit dem sie auch beim zweiten KulturGut-Festival des „Mannheimer Morgen“ auftritt. Neben ihm wird Pappert bei der Benefiz-Aktion, die junge Künstlerinnen und Künstler aus Mannheim und der Region in der Corona-Krise unterstützt, gemeinsam mit zwei weiteren Jazzmusikerinnen spielen: mit der Saxofonistin und Sängerin Gabriele Maurer sowie der Bassistin Shana Moehrke. Allen vier gemein ist, dass sie an der Mannheimer Musikhochschule studieren. Jil Papperts biografische Weichen wurden schon früh in eine künstlerische Richtung gestellt: „Ein großer Teil von meiner Familie sind auch alles Musiker und Musikerinnen“, erzählt die 24-Jährige, die 1997 in Karlsruhe geboren wurde. Von Klassik- bis zu Jazz-Leuten, vom Schlagzeuger bis zur Sängerin reiche die familienmusikalische Bandbreite. „Und ich glaube, mit fünf oder schon früher habe ich gesungen, und mit sechs wollte ich unbedingt plötzlich ein Klavier haben. Und seitdem habe ich dann Klavier gespielt und gesungen.“

Spenden über KulturNetz

  • Wie im Vorjahr möchte diese Redaktion Kreative aus Mannheim und der Region in der Corona-Krise unterstützen. Mit der zweiten Auflage des KulturGut-Festivals rückt die jüngere Generation in den Fokus, deren Karriere durch die Pandemie ausgebremst wurde.
  • Anfang Februar wird im Mannheimer Musik-Kabarett Schatzkistl zum zweiten Mal ein Streaming-Festival aufgezeichnet. Die voraussichtlich 15 Teilnehmenden aus den Bereichen Pop, Jazz und Kleinkunst bekommen pro Kopf (samt ihrer etwaigen Instrumental-Begleitung) eine Garantiegage von 100 Euro.
  • Gespendet werden kann ab sofort wie gewohnt an den Verein KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar mit dem Betreff „KulturGut“.
  • Die Bankverbindung: Sparkasse Rhein Neckar Nord, IBAN: DE51 6705 0505 0038 9769 82.
  • Wenn es die Pandemielage zulässt, werden unter den Spenderinnen und Spendern bis zu fünfmal zwei Plätze im Schatzkistl verlost. 

Sie besuchte das Helmholtz-Musikgymnasium in Karlsruhe, sang dort auch ab der fünften Klasse im Chor, war in der Bigband, kurzum: „Ich war immer überall irgendwie dabei.“ Es war im Alter von etwa 16 Jahren, als ihr klargeworden sei, dass sie die Musik auch zu ihrem Beruf machen wollte, erinnert sich Jil Pappert. Nach dem Musikabitur begann sie, im Oktober 2018, an der Mannheimer Musikhochschule Jazz- und Pop-Gesang bei Ann Malcolm und Fola Dada zu studieren.

Anfang Februar werden Pappert, Maurer, Moehrke und Weyand sowie rund ein Dutzend weitere Kunstschaffende im Mannheimer Musik-Kabarett Schatzkistl auftreten, wo das KulturGut-Festival in Form einer Streamingveranstaltung aufgenommen wird. „Ich finde das toll, dass es gerade in dieser Zeit sowas gibt für uns junge Künstlerinnen. Dass wir die Möglichkeit haben aufzutreten, obwohl es gerade leider ein bisschen schwierig ist“, sagt Pappert über die Aktion. Thomas Siffling, seines Zeichens Trompeter und Musik-Kurator des Mannheimer Jazzclubs Ella & Louis, hat die vier Jazzer ausgesucht: „Und keiner ist da Frontman oder Frontfrau, sondern jeder ist quasi Solist, aber auch in der Gruppe aktiv“, führt die Sängerin aus. „Und jeder kann sich entscheiden, möchte ich mein Stück im Duo spielen oder nicht.“ Sie selbst schreibe, seit sie Zwölf oder 13 gewesen ist, Stücke: „In dem Alter bin ich nämlich zum Jazzklavier gewechselt, im Konservatorium in Karlsruhe, davor hatte ich Klassik. Und ab da habe ich komponiert.“

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Startet neues Projekt

Die eigene Vielseitigkeit und stilistische Aufgeschlossenheit zeigt sie in einer ganzen Reihe verschiedener Formationen, in denen die 24-Jährige aktiv ist: Neben Jilicious Sounds Vol.1 gibt es etwa ihr Projekt Jilicious Beats Vol.1, in dem sie unter anderem R’n’B mit Hip-Hop und Drum’n’Bass mischt. Außerdem singt sie in der Band JazzCafé - Premium, die sowohl Jazz-Klassiker wie auch Neuarrangements von Popstücken im Repertoire führt; mit dieser Formation war Pappert auch beim vergangenen Mannheimer Kulturtragflächen-Festival zu Gast gewesen. Mit dem Gitarristen Kevin Holloway bildet sie überdies das Pappert-Holloway-Duo.

Daneben befindet sich eine Funkband mit ihr am Mikrofon derzeit in der Entstehungsphase, vor allem aber startet Pappert gerade ein neues eigenes Projekt: „Das wird auf jeden Fall ein Quartett“, so viel verrät sie bereits, und zwar eines, bei dem Modern Jazz mit Neo-Soul verbunden werden soll. Es wird somit noch allerhand von der jungen Sängerin zu hören und sehen sein - also Augen und Ohren offenhalten!

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