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Franz Rogowski mit starkem Film beim Festival Cannes

Premiere

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Franz Rogowski (2020). Foto: Christoph Soeder/dpa © Christoph Soeder/dpa

Cannes (dpa) - Ein Drama über die Unterdrückung von Homosexuellen in Deutschland mit Franz Rogowski in der Hauptrolle hat beim Filmfestival Cannes berührt.

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Der Schauspieler Rogowski verkörpert in dem Film «Große Freiheit» einen schwulen Mann, der im Nachkriegsdeutschland wegen seiner Homosexualität und Paragraph 175 immer wieder ins Gefängnis muss. Das Werk des österreichischen Regisseurs Sebastian Meise feierte am Donnerstag Premiere. Der 35-jährige Rogowski ist in diesem Jahr einer der wenigen deutschen Filmschaffenden, die mit einem Werk bei den Internationalen Festspielen Cannes sind.

«Schwule Liebe war rechtlich bis Mitte der 90er Jahre verboten in Deutschland», sagte Rogowski («Undine», «Happy End») der Deutschen Presse-Agentur. «Die Generation unserer Eltern hatte noch Angst vor Schwulen, weil Deutschland ihnen beigebracht hat, dass Schwulsein kriminell ist.»

Mittlerweile seien wir zwar «schon ganz aufgeklärt», «aber die Geschichte wirkt in uns», fand der in Freiburg geborene Schauspieler. «Deutschland hat den Paragraph 175 120 Jahre lang kultiviert. Deswegen beschäftigt uns das Thema noch heute.» Der Paragraph 175 aus dem deutschen Strafgesetzbuch stellte Sex zwischen Männern ab 1872 unter Strafe. Er wurde im Jahr 1994 aufgehoben.

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Rogowski spielt in «Große Freiheit» Hans, der zunächst von den Nationalsozialisten und auch die folgenden Jahrzehnte regelmäßig wegen seiner Homosexualität verurteilt wird. Im Gefängnis trifft er auf Viktor (Georg Friedrich), der ihn anfangs verachtet. Dann aber nähern sich die Männer an und es entsteht eine enge Bindung. Regisseur Meise zeigt, wie Hans menschenunwürdig behandelt wird, sich nach Liebe und Nähe sehnt - und ihm all das verwehrt wird, nur weil er Männer mag.

«Große Freiheit» wird beim Festival Cannes in der renommierten Nebenreihe Un Certain Regard gezeigt. Es ist eine deutsche Ko-Produktion, an der unter anderem die Firma Rohfilm Productions beteiligt war. Gedreht wurde den Angaben zufolge viel in einem ungenutzten Gefängnis in Magdeburg. Weitere Dreharbeiten fanden in Berlin und Österreich statt.

© dpa-infocom, dpa:210708-99-307488/5

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