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Corona-Krise - Weinheimer Initiative plant Solidaritäts-Bier

"Dursthelfer" aus Weinheim für die Kultur

Von 
Jörg-Peter Klotz
Lesedauer: 
"Backstage" heißt das Solidaritätsbier aus Weinheim. © WB

Weinheim. Die Lage der Kultur in der Pandemie ist prekär. Sie etwas abzumildern und für die Lage der Betroffenen vor Ort zu sensibilisieren, das ist der Grundgedanke der Weinheimer Initiative „Durst auf Kultur“. Angehen will sie diese Unterstützung mit einem eigens gebrauten Solidaritäts-Bier, das Ende April "veröffentlicht" wird, wie die Initiative am Karfreitag mitteilte: „,Backstage' heißt es und ist der kulturelle Dursthelfer, mit dem soloselbstständigen Kulturschaffenden unter die Arme gegriffen wird; ganz im Sinne von Bier trinken und damit etwas Gutes tun." Wem danach nicht der Sinn stehe, der könne das Projekt auch mit einer Spende unterstützen", heißt es in der Mitteilung. "Der Bierverkauf ist dabei die Initialzündung für ein umfassendes Spendenprojekt, das die Kulturszene in der Region im Fokus hat."

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Die Initiatoren: Inspiriert durch andere Hilfsprojekte, haben sich Christiane und Jochen Hardt von der „Woinemer Hausbrauerei“ entschieden, eine limitierte Auflage des Soli-Bieres auf den Markt zu bringen, dessen Reinerlös in die „Durst auf Kultur“-Initiative fließt. Unterstützt werden die beiden von Michael Wiegand vom Café Central in Weinheim, der nicht nur sein großes kulturelles Netzwerk für das „Backstage“-Projekt nutzt, sondern auch 20 Prozent aus dem Verkauf in seinem Merchandise-
Shop beisteuert. "Ein kleiner Tropfen, aber wie schon Frank Zappa sagte: ,Theres no Revolution, just Evolution", kommentierte der Veranstalter die konzertierte Aktion gegenüber dieser Zeitung. Der Vierte im "Bunde der Weinheimer Dursthelfer" sei der Journalist  Sandro Furlan.

Das Team wird auch von dem soziokulturellen Verein „CreActiv“ aus Weinheim unterstützt, auf dessen Konto das Geld verwaltet wird - "bevor es an all die Menschen geht, die unter den Folgen des Shutdowns ganz besonders leiden. Dies sind Künstlerinnen und Künstler direkt, aber auch Menschen wie Ton- und Lichttechniker:innen, ohne die Kulturveranstaltungen nicht denkbar sind", so die Initiative. Der Kreis sei dabei nicht auf den Musikbereich festgelegt, das Geld landet zu 100 Prozent dort, wo es benötigt werde. Um an diejenigen zu gelangen, die finanzielle Hilfe benötigen, setzen die Initiatoren auf ihre Netzwerke sowie auf Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit.

Starke Motivation
„Für uns ist die Kultur ein ganz wichtiger Aspekt und daher ist es wichtig, dass es irgendwann auch wieder weitergeht. Damit das gelingt, haben wir diese Initiative ins Leben gerufen“, sagt Diplom-Braumeister Jochen Hardt. Das sieht Michael Wiegand nicht anders. „Es ist wichtig, den Kulturschaffenden zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Vielleicht erreichen wir mit dem Projekt auch andere Menschen, die bereit sind, mit einer Spende zu retten, was zu retten ist.“

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Ressortleitung Stv. Ressortleiter Kulturredaktion

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