Kulturpolitik - Ein neues Konzept gibt Veranstaltern und Spielstätten Hoffnung, bald wieder vor Publikum zu spielen / Positive Signale aus der Politik Die Kulturszene ist wieder bereit für Zuschauer

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dpa
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Region. Die Kultur macht sich Hoffnung auf die Rückkehr von Zuschauern. Ein umfassendes Konzept will Möglichkeiten von Besuchern auch in der Pandemie aufzeigen. Theaterchefs und Veranstalter sehen in dem am Montag präsentierten Papier gute Möglichkeiten für besetzte Säle.

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Das Papier haben 20 Wissenschaftler erarbeitet, es wird von gut 40 Sport- und Kultureinrichtungen getragen. Es sieht in mehreren Stufen die Rückkehr von Zuschauern bis hin zur Vollauslastung bei Kontaktmanagement und Tests vor.

Kulturpolitiker Klaus Lederer. © dpa

Von einem „richtigen Weg“ sprach Berlins Kultursenator Klaus Lederer. „Die Initiative ist nicht hoch genug einzuschätzen“, sagte der Linke-Politiker. Abgestufte Konzepte mit der Kombination aus wissenschaftlicher und praktischer Expertise, interdisziplinärer Zusammenarbeit und die Differenzierung seien ein „starkes Signal“.

„Es braucht eine Perspektive, die uns Hoffnung und Ansporn gibt, damit wir wegkommen von den Durchhalteappellen ohne Aussichten auf Verbesserungen“, sagte Lederer, der derzeit die Kulturministerkonferenz der Länder leitet. Dies müsse aber im vollen Wissen um die Gefahren und entsprechend realistischer Einschätzung geschehen.

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Gleichzeitig warnte er: „Das Senken der allgemeinen Inzidenz bleibt im Moment absolut vordringlich, sonst laufen wir in eine Situation, in der solche guten Konzepte noch länger im Schrank bleiben müssen.“ Dennoch müsse an Umsetzung und gegebenenfalls Investitionen in Infrastruktur gearbeitet werden.

Aufgezeigte Perspektive

Positive Resonanz gab es auch in vielen Einrichtungen. „Wir können jeden Tag starten“, sagte Klaus Dörr, Intendant der Volksbühne Berlin. Das Konzept sei ein „wichtiger Baustein in der Diskussion um eine verantwortungsvolle und kontrollierte Öffnung für Kunst, Kultur und gesellschaftliches Leben“.

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Andrea Zietzschmann, Intendantin der Berliner Philharmoniker, sprach von der Notwendigkeit, das Leben „so gut es geht mit Corona zu gestalten“. Es werde eine Perspektive aufgezeigt für Zuschauer bei Veranstaltungen. „Die Kunst lebt davon“, Kultur gehöre zu den Grundbedürfnissen. „Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass der Vorhang bald wieder hochgehen kann, und wir wieder für unser Publikum da sein können“, sagte der Chef der Komödie Berlin, Martin Woelffer. Der Intendant des Friedrichstadt-Palastes, Berndt Schmidt, sieht in „endlosen Schließungen“ keine politische Antwort. „Auch eine Pandemie eröffnet Spielräume.“ 

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