Mannheim: Neue Talente nutzen die Nacht für Kunst von Morgen Beleuchtete Ufer und Marken der Zukunft

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Martin Vögele

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Ein dichtes Netz aus Kunst der Vergangenheit und Gegenwart, aus Bewahrung und zeitgenössischem Schaffen, wie es die Lange Nacht der Museen präsentiert, regt immer auch die Frage nach dem Morgen an. Was werden uns welche Akteure in der Zukunft zeigen?

Ein glänzendes Beispiel, das erwartungsfroh stimmt, liefern die Studenten und Absolventen der Fakultät für Gestaltung an der Hochschule Mannheim. Auf drei Ebenen zeigen die künftigen Kommunikationsdesigner in ihren Projekt-, Semester- und Abschlussarbeiten eine aufregende Vielfalt kreativer Arbeiten. Mitunter exzellente Foto-Serien begrüßen den Gast, der von einem Wegweiser-System zu 3D-Modellen für Animationen geleitet wird; Filme zeigen, wie diese zum Leben erweckt werden. Es finden sich hier wunderbar illustrierte Geschichten (etwa zum "Herr der Fliegen"), ästhetisch brillante Corporate-Identity-Designs, spannende interaktive Medien-Arrangements. Großartig: In minimalistische Grafiken übersetzte Musik, etwa Beethovens "Für Elise". Für die angemessene, videounterstützte Soundkulisse haben die Studenten den Hip-Hop-/Electro-/Dub-DJ Käytsch und die Popakademie-Band Abby eingeladen.

Eine umfangreiche Werkschau liefern auch die Studenten der Freien Kunstakademie in ihren Räumen im Herschelbad: Kaum eine Stilrichtung, die sich beim Rundgang durch das historische Gebäude nicht finden ließe. Auf dem Museumsschiff sind es Schüler der Mannheimer Wilhelm-Wundt- und der Theodor-Heuss-Realschule Hockenheim, die im Zuge eines Landesmuseum-Projekts ("Kunst am Kai") den Raddampfer und seine Ausstellung kunstvoll illuminiert haben. Zudem setzen sie sich mit Projektionen auf dem Neckarufer mit dem Spannungsfeld "Mensch, Technik und Natur" auseinander, während die Wilhelm-Wundt-Rockband für die Musik sorgt.