Fotografie - Museumsverein Folkwang ehrt Journalistin für ihr Lebenswerk / Prägende Porträts und Aufnahmen politischer Umbrüche Barbara Klemm erhält Folkwang-Preis

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Der Bundespräsident würdigte sie als „Meisterin des richtigen Moments“ und „Chronistin der Gesellschaft unseres Landes“: Barbara Klemm. © dpa

Für ihr Lebenswerk erhält die Fotografin Barbara Klemm den mit 10 000 Euro dotierten Internationalen Folkwang-Preis. Klemm zähle zu den bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinnen Deutschlands, teilte der Folkwang Museumsverein am Donnerstag mit.

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„Als eine Fotografin, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, hat Barbara Klemm politischem Handeln in Mitteleuropa fotografische Denkmäler gesetzt“, erklärte der Vereinsvorsitzende Ulrich Blank. Mit Weitblick habe sie ein breites Publikum in den demokratischen Massenmedien sensibilisiert und mit einfühlsamen Porträts vielen Menschen die Lebenswelten von Kulturschaffenden nahe gebracht. Klemm war von 1970 bis Ende 2004 als Redaktionsfotografin für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ tätig.

Klemm habe mit ihren Reisedokumentationen, Porträts oder Aufnahmen politischer Umbrüche und alltäglicher Szenen das Bildgedächtnis Deutschlands geprägt, betonte das Museum Folkwang. Eines ihrer berühmtesten Fotos sei der „Bruderkuss“ zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnew aus dem Jahr 1979. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte Klemm zu ihrem 80. Geburtstag als „Meisterin des richtigen Moments“, „Chronistin der Gesellschaft und Geschichte unseres Landes“ bezeichnet, die „ikonographische Aufnahmen“ gemacht habe.

Mit dem Preis zeichnet der Verein Personen und Institutionen aus, die sich in besonderer Weise für die Förderung und Vermittlung von Kunst an eine breite Öffentlichkeit verdient gemacht haben. dpa