Kleine Teile, große Freude

Am kommenden Freitag ist der Internationale Tag des Puzzles. Wir geben Tipps zu Besonderheiten, denn Puzzeln steht hoch im Kurs – gerade jetzt, da viele Freizeitaktivitäten wegen der Corona-Pandemie entfallen.

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Du puzzelst gerne, hast dies aber schon seit einiger Zeit nicht mehr getan? Der kommende Freitag wäre ein guter Tag, um wieder damit anzufangen. Denn da ist der Internationale Tag des Puzzles. Wem das zu wenig Grund ist, um mal wieder ein Puzzle aus dem Regal zu ziehen: Experten sagen, dass Puzzeln eine überaus sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist. Zum Beispiel werden dabei viele Regionen im Hirn angeregt und wichtige Fähigkeiten geschult, etwa Aufmerksamkeit und Ausdauer. Außerdem bieten Puzzles eine gute Möglichkeit, der Langeweile zu entkommen.

Tipps und Tricks

Einsteiger sollten mit einem einfachen, nicht zu eintönigen Motiv anfangen.

Die Teile gut sortieren – etwa nach Farben, Randstücken und markanten Motivteilen.

Zuerst den Rand legen und einfarbige Flächen für den Schluss aufsparen.

Prüfe ab und zu, ob du Teilstücke mit dem Rand oder untereinander verbinden kannst.

Immer schön cool bleiben, auch wenn ein Teil nirgends passt.

Pausen nicht vergessen – danach bist du sicherlich konzentrierter.

Gemeinsam mit anderen ein Puzzle zu legen, macht doppelt Spaß. Vier Augen sehen mehr als zwei.

Gute Konzentration

Fertig! Und dann?

Puzzle aufhängen: Einfach einen Puzzle-Kleber auf das Puzzle auftragen, trocknen lassen und schon nach wenigen Stunden können kleinere Exemplare aufgehängt werden. Große Puzzles solltest du allerdings immer auf Pappe oder einen anderen Untergrund aufkleben oder einrahmen.

Puzzle weitergeben: Du kannst das fertige Puzzle auch wieder auseinandermachen und es jemandem leihen, schenken oder an eine Organisation spenden. Bestimmt hast du Freunde, die auch gerne puzzeln. Wenn diese ebenfalls ein paar Puzzles zu Hause haben, könnt ihr eure Puzzles reihum tauschen. So ist für Abwechslung gesorgt und jeder hat etwas davon.

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Doch Achtung: Es kann immer wieder vorkommen, dass du ein Teil an unterschiedlichsten Stellen einzuklicken versuchst, dies aber misslingt. Damit du beim Puzzeln nicht verzweifelst, brauchst du also die Fähigkeit, Frust aushalten und dich gut konzentrieren zu können. Dies zu üben, lohnt sich. Denn welch eine Freude, wenn es Stück für Stück vorangeht. Oder anders ausgedrückt: In einem 1000-Teile-Puzzle stecken 999 Glücksmomente.

Weil das so ist und die Leute wegen der Corona-Pandemie ziemlich viel Zeit zu Hause verbringen, sind Puzzles gerade ganz groß angesagt. Wie der Verein Spieleverlage meldet, sind 2020 mehr als doppelt so viele Erwachsenen-Puzzles verkauft worden als im Jahr zuvor. Im Bereich der Kinderpuzzles gab es ein Plus von rund 20 Prozent. Wegen der großen Nachfrage produziert der Marktführer Ravensburger seine Puzzles seit März 2020 im Mehrschichtbetrieb. Auch andere Hersteller stellen jetzt mehr Puzzles her als sonst. Schließlich soll jeder, der ein Puzzle kaufen möchte, dies auch bekommen können.

Ursprung in England

Die Idee für das erste Puzzle der Welt stammt von dem britischen Kupferstecher und Kartenhändler John Spilsbury. Er klebte rund um das Jahr 1760 eine Landkarte mit den damals 39 Grafschaften von England auf ein dünnes Mahagoni-Brettchen und zersägte dieses entlang der Grenzlinien. Die Aufgabe der Spieler – zum Beispiel Kinder im Erdkundeunterricht – war es, die Teile wieder richtig zusammenzufügen. Wichtig zu wissen ist: Die Teile waren damals noch nicht mit Nasen und Gegenstücken miteinander verzahnt, denn das wäre von Hand sehr mühsam zu sägen gewesen. Zwar sorgte im 19. Jahrhundert die Erfindung der fußbetriebenen Laubsägemaschine für Erleichterung. Doch erst die Erfindung der Puzzlestanze rund um 1940 brachte die Wende weg vom Holzpuzzle und hin zum heute üblichen Puzzle aus Pappteilen mit ihren so typischen Ausbuchtungen, die aussehen wie Nasen.

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Seit Spilsbury das erste Puzzle der Welt erfunden hat, ist die Vielfalt der Puzzle-Variationen ansehnlich gewachsen. Statt der platt auf dem Tisch liegenden Puzzles aus bedruckten Pappteilen gibt es nun zum Beispiel auch eine ganze Reihe an dreidimensionalen Exemplaren. Einer der Anbieter ist der kanadische Hersteller Wrebbit 3D. Er produziert seine Puzzles aus rund einen halben Zentimeter dicken Moosgummi-Teilen. Der Vorteil: Die zusammengesetzten Teile sind so stabil, dass sie sich prima auf eine Puzzlefläche mit Löchern einstecken lassen. Schritt um Schritt entstehen so imposante Gebäude aus der Welt des Harry Potters und Wahrzeichen wie der Eiffelturm, die Kathedrale Notre Dame, der Taj Mahal oder das markante Opernhaus in Sydney.

Viele Varianten

Neben innen hohlen Sehenswürdigkeiten, die bei Ravensburger in einer „bei Nacht“-Reihe per LED-Technik beleuchtet werden können, gibt es auch sogenannte „Crystal Puzzles“. Aus ihnen werden beispielsweise massive Tierfiguren, die im Sonnenlicht glitzern und sich prima als Deko im Regal eignen. Sehr beliebt sind außerdem Puzzles, die mit Rätselaufgaben verknüpft sind – etwa die „Krimi-Puzzle“-Reihe von Kosmos, bei der du in die Rolle eines Nachwuchsdetektivs schlüpfen kannst. Auch die Reihe „Exit Puzzle Kids“ von Ravensburger bietet besonders kniffelige Rätsel und ist empfehlenswert. Hier wie dort gilt es, Geduld mitzubringen: Die Lösungen zu den jeweiligen Rätseln findest du nämlich erst, wenn das Puzzle-Bild geschafft ist. Viel Spaß beim Ausprobieren!

  • "Erzähl mir was" - Kinder-Edition