Ein besserer Weg fürs Wasser

Von 
Katrin Martens
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Viele Städte wollen sich zur Schwammstadt umbauen, um sich vor Starkregen zu schützen

In Städten gibt es sehr viele Flächen, die versiegelt sind. Das bedeutet, viele Straßen, Bürgersteige und Plätze sind mit Pflastersteinen oder Asphalt belegt. Regenwasser fließt über Gullys ab – in die Kanalisation unter der Erde. Wenn es extrem stark regnet, schaffen die Gullys die Wassermengen aber oft nicht mehr. Auch Bäche und Flüsse steigen dann schnell an. Das kann zur Folge haben, dass Straßen überflutet werden und Wasser in die Häuser hineinläuft. Durch den Klimawandel gibt es häufiger Starkregen als früher. Deswegen machen sich Städte und Gemeinden Gedanken, was sie ändern können, um sich vor Überflutungen zu schützen. Die Idee der Schwammstadt ist dabei eine gute Lösung – für gleich zwei Probleme. Der Vorteil eines Schwamms ist: Er kann sehr viel Wasser aufnehmen. Das nutzt man in einer Schwammstadt.

Beispiel 1: Man baut Rinnen hin zu tiefer liegenden Gebieten, in die das Wasser hineinlaufen kann. Dort kann es dann langsam versickern oder verdunsten.

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Beispiel 2: Man pflanzt Bäume in ein besonderes Material aus Splitt, Kompost und anderen Dingen, damit die Wurzeln genügend lockeren Untergrund haben.

Beispiel 3: Man legt viele begrünte Dächer mit unterschiedlichen Pflanzenarten an. Oder man bringt Pflanzenbeete an Hausfassaden an. Auch sie halten Regen zurück, weil er in die Erde sickert, statt ins Abflussrohr zu schießen.

Beispiel 4: Man legt Fußwege aus feinem Kies statt aus Steinen an. Sie sind dann wasserdurchlässig.

Beispiel 5: Man baut den Untergrund von Autoparkplätzen aus Rasengittersteinen. Sie sind hart genug für ein Auto, aber in ihren Löchern kann Gras wachsen.

Beispiel 6: Man legt unterirdische Wasserspeicher an und sammelt in ihnen Regenwasser.

Das zweite Problem, vor das der Klimawandel die Städte stellt, ist: Im Sommer regnet es immer weniger. Den Pflanzen fehlt in Dürre-Zeiten Wasser. Auch hier hilft die Schwammstadt. Jetzt kann man das Wasser, das in Speichern gesammelt wurde, gut gebrauchen.

Außerdem verdunstet Wasser auf bepflanzten Flächen. Deswegen sind Grünflächen in einer Stadt sehr wichtig, um sie zu kühlen. In Straßen mit Bäumen ist es zum Beispiel im Sommer bis zu zehn Grad kühler als in baumlosen Straßen. Katrin Martens