Das klitze kleine Ding

Von 
Alissa Bamberger
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Eines Morgens ging Familie Sommer zu einer Hausbesichtigung. Sie zogen nämlich um. Eine Luxusvilla fiel Ihnen sofort ins Auge, da sie einen sehr guten Eindruck auf den Bildern machte. Kurz danach machten sie nochmal eine Familienbesprechung. „Michael, Julian, Neele kommt ihr bitte mal runter?“: raf Mama Nadine nach oben. Michael war der Papa der Sommers Familie. Julian war der große Bruder von der 10 Jahre alten Neele. Alle stimmten zu der Villa ein, deshalb ging der Vater der Familie schon 1 Woche später zum früheren Besitzer des Hauses und kaufte es. „In 7 Tagen ist das Haus frei und wir können einziehen.“: schrie Papa zur Haustür hinein. „Juhu! Ich freue mich, endlich bekomme ich ein eigenes Zimmer! : brüllte Julian die Treppe runter, während er mit seinem Koffer in der einen und mit seinem Tablet in der anderen Hand in die Küche hüpfte. „Was macht ihr da?“ fragt Mama erschrocken. „Ich mache doch Garnichts.“ Flüstert Neele von nebenan aus dem Kinderzimmer.

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6 Tage später waren alle Koffer und Taschen gepackt, jeder war Start-Bereit. Das Haus war schon fast leer, nur noch die Matratzen für die letzte Nacht, Abendessen, Frühstück und etwas zu trinken war noch da. „Ich kann bestimmt nicht schlafen! Wie soll man den Bitteschön bei solch einem Moment schlafen, wenn man weiß das man morgen in einem ganz neuem Zimmer schläft? „bemerkte beziehungsweise fragte sich Julian, ganz außer Atem. „Mach dir doch nicht solche Gedanken. Es wird schon alles gut. Wir schaffen das schon zu Viert. Noch niemand hat schon mal im neuen Zuhause geschlafen. Und jetzt beruhige dich und schlaf süß, ihr anderen natürlich auch. Gute Nacht. „beruhigte Papa Julian. Aber auch Mama und Neele waren aufgeregt. Aber sie schliefen schon, bevor es Julian bemerken konnte!

Endlich war es soweit und die Sommers zogen um. Sie hatten schon bald, mit Hilfe der Umzugshelfer alle Möbel und die vielen Kleinigkeiten, in Ihrem Traumhaus und natürlich alles schnell aufgebaut und an der richtigen Stelle platziert. Endlich waren sie angekommen.

Aber bereits am darauffolgenden Tag bemerkte Neele das seltsame Dinge in diesem Haus geschahen. Ihr fragt euch sicherlich was dort passierte, oder? Zahnpasta Tuben lagen im Wohnzimmer, Kissen lagen im Waschbecken und auf der Toilette lag ein Schneebesen. Sie sagte Julian gleich Bescheid, aber der glaubte ihr wieder einmal kein Wort und sagte sie hätte eine blühende Phantasie. Das hat ihr natürlich überhaupt nicht gefallen. Sie wollte es ihrem Bruder beweisen und baute am selben Abend noch eine Falle auf. Und das klappte auch. Am nächsten Morgen waren klitze kleine Fußabdrücke im dem Mehl wo im ganzen Haus ausgestreut wurde. Neele zeigte es Julian, der darüber sehr erstaunt war. Nun musste er es glauben.

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Aber um dies endgültig heurauszufinden, mussten sie das Ding, Wesen oder was auch immer es war, fangen.

Sie blieben die ganze Nacht wach, auch wenn das gar nicht so einfach war, da ihre Eltern von ihrem Plan nichts erfahren durften. Aber sie schafften es und tatsächlich, da war es, ein kleines Wesen in ihrer Falle, die sie gebaut hatten. Aber plötzlich weinte es. „Nein, nein, du musst nicht weinen. Wir tun dir doch nichts… Aber was machst du in unserem Haus und warum versteckst du unsere Sachen, die du dann an ganz seltsame Orte in unserem Haus verteilst?“: fragten die beiden.

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„Ich bin Sophie. Danke das ihr mir nicht weh tun wollt. Ihr fragt euch bestimmt was ich bin. Ich bin kein Ding und auch kein Wesen. Man nennt mich Sophie, die Koboldin. In diesem Haus bin ich, weil ich anders als andere bin. Ich weiblich, kleiner als alle anderen und habe lange blonde Haare. Deshalb haben mich die anderen Kobolde an irgendeinem Haus abgesetzt, also in diesem. Aber Sie haben mir einen Brief mitgegeben, in diesem stand warum ich hier bin. Aber das bleibt mein Geheimnis.“: antwortete Sophie. Die beiden Kinder waren begeistert, aber sie Sophie helfen und fragten sie: „Sophie, Kobolde haben doch normalerweise Schätze, wie ist es bei dir?“ „Mir wurde alles weggenommen, aber wir haben normalerweise keinen Schatz, sondern einen Trank, der uns unsichtbar machen kann. Aber dafür muss man bei Vollmond, um Mitternacht in den Wald gehen und ein Blatt von einem hohen verzauberten Baum pflücken und mit normalen Mineralwasser in einem Gefäß mixen.“

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Deshalb gingen die Neele und Julian beim nächsten Vollmond in den Wald und machten das was Sophie ihnen gesagt hatte. Und es klappte auch. Die klitze kleine Koboldin war unsichtbar. Und weil sie den Kindern so dankbar war, versprach sie den Kindern keine komischen Sachen mehr zu machen.

Neele und Julian hatten mit ihrer neuen Freundin unheimlich viel Spaß, sie bauten ihr auch ein kleines eigenes Häuschen, in dem sie wohnen konnte, so wie sich das Sophie schon immer wünschte.

Im Übrigen, kann man Sophie noch sehen, aber nur, wenn man daran glaubt.