Mannheim

Sinti und Roma gedenken Aufstand und Deportation

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma hat in Mannheim an die Deportationen der Minderheit im Dritten Reich erinnert - und dabei gleichzeitig vor Nationalismus und Rassismus in der heutigen Gesellschaft gewarnt.

Von 
Markus Mertens

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Diskutierten im Mannheimer Marchivum über die Geschicke der Sinti und Roma (v.l.): Kunsthallen-Direktorin Ulrike Lorenz, Kristina Vagt (KZ-Gedenkstätte Neuengamme), Tim Müller (Landesverband Deutscher Sinti und Roma), Karola Fings (NS-Dokumentationszentrum Köln) und Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal).

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Andreas Mix, der im Marchivum die NS-Abteilung leitet, hielt vor den interessierten Zuhörern ebenfalls ein Grußwort.

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Kunsthallen-Direktorin Ulrike Lorenz plädierte in ihrem Vortrag für ein künstlerisches Erinnern an NS-Verbrechen - ausdrücklich auch in Mannheim.

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Tim Müller, wissenschaftlicher Leiter des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma mit Sitz in Mannheim, kritisierte, dass es in der Quadratestadt bisher an einem Gedenkort für die ermordeten Mitglieder der Minderheit fehle.

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Uwe Neumärker, der für die Stiftung Denkmal auch das große Mahnmal der ermordeten Juden in Berlin verantwortet, sprach sich auch in Mannheim für einen Ort des Gedenkens aus, der niemals aufhören dürfe.

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Die Mannheimerin Zilli Reichmann überlebte das "Zigeunerlager" in Auschwitz und blickt auch mit 94 Jahren noch in wilder Entschlossenheit auf Leben und Gesellschaft.

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Der Grünen-Europaabgeordnete und Sinto, Romeo Franz, warnte im Kulturhaus RomnoKher vor einem wieder aufflammenden Rechtsnationalismus.

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Daniel Strauß (r.), Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, im Gespräch mit Mario Franz, dessen Vater die Gräuel der Nazis überlebte.

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Der junge Geiger June Heilig imponierte mit einem emotionalen Konzert zum Gedenken deportierter Sinti und Roma.

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In einer illustrativen Ausstellung, die der Künstler Boris Weinrich für den Landesverband gefertigt hat, werden gängige Klischees gegen Sinti und Roma in Comicform hinterfragt.

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