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Grün-Schwarze Koalition

Sechs neue Ministerinnen und Minister für Baden-Württemberg

Theresa Schopper, Danyal Bayaz, Thekla Walker, Marion Gentges, Nicole Razavi und Rudi Hoogvliet: So lauten die Namen der sechs neuen Minister in der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg, die wir in der Fotostrecke vorstellen.

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Am Dienstag unterzeichneten die Spitzen von Grünen und CDU ihren Koalitionsvertrag – und stellten das designierte Kabinett vor.

© Uwe Anspach

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Theresa Schopper (Kultus): Bisher war Theresa Schopper die Strategin im Hintergrund, die für Ministerpräsident Winfried Kretschmann Lösungen für heikle Probleme einfädelte. Sie gilt als enge Vertraute des Grünen-Regierungschefs. Nun wird sie als Kultusministerin für das größte Fachressort zuständig und rückt in die erste Reihe. Kretschmann hat Schopper 2014 aus Bayern abgeworben. Dort war sie bis 2013 zehn Jahre Vorsitzende der Grünen und saß lange im Landtag in München.Die studierte Soziologin, Psychologin und Kriminologin stammt aus Füssen im Allgäu. In der Stuttgarter Regierungszentrale stieg Schopper schnell zur Staatssekretärin auf und war für die politische Koordinierung zuständig. Sie gilt als kommunikationsstark und wird mit ihrer ausgleichenden Art auch bei der CDU geschätzt. Schopper ist verheiratet und hat zwei Söhne.

© Bernd Weissbrod

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Danyal Bayaz (Finanzen): Bei den Grünen fiel der Name Ba-yaz seit Jahren immer wieder, wenn es um Talente und künftiges Spitzenpersonal ging. Mit seinem Wechsel nach Stuttgart übernimmt der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Bruchsal-Schwetzingen eine schwierige Mission: Der 37-Jährige muss einen Haushalt mit Deckungslücken in Milliardenhöhe durch die Wirtschaftskrise steuern.Einen Namen machte sich der Hoffnungsträger zuletzt im Untersuchungsausschuss, der sich mit der Pleite des Finanzdienstleisters Wirecard beschäftigt. Der Wirtschaftswissenschaftler und scharfe Analytiker ist Wunschkandidat Kretschmanns und hat einen deutschen und einen türkischen Pass. Seine Lebensgefährtin ist die Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze. Das Paar bekommt im Juni sein erstes Kind.

© Christoph Soeder
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Thekla Walker (Umwelt): Viele hatten Thekla Walker als Finanzministerin erwartet, weil sie das Fachgebiet für die Landtagsfraktion betreut hat. Dass sie nun das grüne Kernministerium Umwelt übernimmt, ist eine Überraschung. Zwischen 2011 und 2016 hat sie sich als Vorsitzende der Südwest-Grünen einen Ruf als Generalistin erworben und wurde eine der Stützen für den Regierungschef in Winfried Kretschmanns erster Amtszeit. Walker wird sich in Fragen der Energiepolitik, durch die ihr Vorgänger Franz Untersteller das Amt prägte, erst einfinden müssen. Dagegen ist die Naturpädagogin im Natur- und Tierschutz zu Hause. Die 52-Jährige stammt aus Nordrhein-Westfalen, studierte Geschichte und Amerikanistik in Tübingen. Sie arbeitete als Hochschuldozentin und beim Umweltschutzverband Nabu. Walker ist verheiratet und hat zwei Kinder.

© Bernd Weissbrod

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Marion Gentges (Justiz): Dass Marion Gentges Justizministerin wird, ist ein Coup von CDU-Landeschef Thomas Strobl in letzter Minute. Sie ist eine der drei Frauen in der fünfköpfigen Ministerrunde, die die CDU besetzen darf. Die 49-Jährige kommt als Fachanwältin für Arbeitsrecht vom Fach. Die Herkunft aus dem südbadischen Lahr hat ihr geholfen, weil in der CDU der Regionalproporz eine wichtige Rolle spielt.Die 49-Jährige kam 2016 über ein Zweitmandat in den Landtag. Sie hat sich schnell den Ruf einer politischen Allzweckwaffe erworben. In den fünf Jahren seither war sie Mitglied in drei Untersuchungsausschüssen. Gentges gilt als strukturiert und kompetent und pflegt einen zurückhaltenden, höflichen Umgangston. In der CDU ist sie seit den 90er-Jahren aktiv, in der Ortenau breit vernetzt. Gentges ist verheiratet und hat eine Tochter.

© Bernd Weissbrod

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Nicole Razavi (Wohnen): Die gelernte Lehrerin Nicole Razavi gehört zur alten CDU-Garde und war schon Büroleiterin von Stefan Mappus, als dieser Verkehrsminister und Fraktionschef im Landtag war. Seit 2006 ist sie selbst Abgeordnete. Dort war die Innen- und Verkehrsexpertin zuletzt als Fraktionsvize und Parlamentarische Geschäftsführerin im Führungszirkel der Fraktion.Razavi galt als erbitterte Gegnerin von Verkehrsminister Hermann, der gerne den Wohnungsbau übernommen hätte. Jetzt sitzen sie zusammen im Kabinett. Die 55-Jährige verteidigte im März ihr Direktmandat, inzwischen ein wichtiger Karrierebaustein bei der CDU. Sie übernimmt das neue Ministerium für Infrastruktur und Wohnen. Razavi hat Anglistik, Politik und Sportwissenschaft studiert. 1995 wechselte sie aus dem Lehramt zur Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg.

© Bernd Weissbrod

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Rudi Hoogvliet (Landesvertretung): Streng genommen handelt es sich bei der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin um kein Ministerium. Aber die Verbindung zur Bundespolitik hat wachsende Bedeutung und wurde in der Vergangenheit immer wieder von Ministern geleitet. Jetzt hat Kretschmann den politischen Brückenkopf mit seinem langjährigen Vertrauten Rudi Hoogvliet besetzt. Der seit zehn Jahren amtierende Regierungssprecher war schon vorher sein strategischer Berater. Die Familie des gebürtigen Holländers lebt in Berlin.Der 62-Jährige war auch schon Wahlkampfleiter der Grünen bei Bundestagswahlen. Hoogvliet löst als Leiter der Landesvertretung Andre Baumann ab, mit dessen Arbeit Kretschmann dem Vernehmen nach unzufrieden war. Hoogvliet wird als Staatssekretär eingestuft, bekommt aber Stimmrecht für den Ministerrat.

© Bernd Weissbrod
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