Natur - Erneut Fotobeweis für Aufenthalt in der Nähe von Mudau / Wildtierbeauftragter bittet Bevölkerung um Mithilfe Wolfsrüde mehrfach im Odenwald gesichtet

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tom
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Ein Wolf hat sich offenbar im Neckar-Odenwald-Kreis niedergelassen. © dpa

Mudau. Der Rüde „GW1832m“ scheint sich im Odenwald wohlzufühlen. Im Januar wurde ein Wolf von einer Wildtierkamera auf der Gemarkung Mudau fotografiert – der Wildtierbeauftragte des Neckar-Odenwald-Kreises, Tobias Kuhlmann, ist sich ziemlich sicher, dass es der bereits bekannte Wolfsrüde ist. „Weitere Hinweise sind für uns eine unverzichtbare Hilfe“, bittet er die Bevölkerung um Mithilfe. Denn damit würde man nach einem halben Jahr des kontinuierlichen Nachweises zu einer „Förderkulisse Wolfsgebiet“ – Tierhalter erhalten dann Fördermittel, etwa für Zäune.

Viel Wald, wenige Ansiedlungen

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Die ersten Wolfs-Bilder aus dem Dreiländereck Hessen, Baden-Württemberg und Bayern datieren vom Januar 2020, erläutert Kuhlmann. Allerdings konnte zunächst nicht bestätigt werden, dass es sich dabei immer um dasselbe Tier handelt. Das war erst im August möglich über aufgefundenen Kot, Speichelproben an gerissenen Tieren und Haare. Die wurden an die Senckenberg-Gesellschaft geschickt und dort bestätigt.

Der Odenwald sei für Wölfe so etwas wie ein Schlaraffenland, so Kuhlmann: „Große zusammenhängende Waldfläche, viel Ruhe, wenig Siedlungsfläche und ein sehr guter Wildbestand.“ 

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Thomas Wilken
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