Rauschgift - Zahl der Opfer sinkt auf Tiefstand Weniger Drogentote in Mannheim

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imo
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Mannheim. Sechs Männer und Frauen sind 2020 in Mannheim direkt an ihrem Rauschgiftkonsum gestorben. Das ist ein historischer Tiefstand der vergangenen Jahre – lediglich 2015 lag die Zahl auf diesem vergleichsweise niedrigen Level. 2019 verzeichnete die Statistik noch neun Drogentote.

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Nach Angaben des Mannheimer Drogenvereins handelt es sich bei den aktuellen Opfern fast ausschließlich um Heroinabhängige. In einem Fall allerdings starb ein Mann nach einer Überdosis Kokain. Ob Mannheim mit dem Rückgang Teil eines landesweiten Trends ist, konnte das zuständige Innenministerium in Stuttgart am Montag nicht sagen. Die Zahlen für ganz Baden-Württemberg lägen noch nicht vor. Sie sollen den Angaben zufolge Mitte März veröffentlicht werden.

Erstmals sind im vergangenen Jahr auch vier Konsumenten der synthetischen Droge Crystal Meth beim Drogenverein vorstellig geworden. Diese gefährliche Substanz hatte zuvor in Mannheim – anders als in anderen deutschen Städten – keine Rolle gespielt. Mit vier von insgesamt 1350 beim Drogenverein betreuten Klienten bewege man sich in Mannheim aber nach wie vor „auf sehr niedrigem Niveau“, sagte Geschäftsführer Philip Gerber.