Gleichstellung - Soziologin sieht Rückschlag durch Pandemie

„Ungleichheitwird noch größer“

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Jutta Allmendinger drängt auf spezielle Corona-Hilfen für Frauen. © WZB

Mannheim. Frauen und vor allem Mütter gehören zu den Verliererinnen der Corona-Krise, sagt die aus Mannheim stammende Soziologie- Professorin Jutta Allmendinger. „Die Pandemie zeigt uns, dass die Themen von Frauen immer noch am Ende der Agenda stehen“, kritisiert die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) im Interview mit dieser Redaktion. Durch geschlossene Schulen werde Frauen noch mehr unbezahlte Arbeit zugemutet – „dabei schultern sie davon sowieso schon deutlich mehr als Männer. Die Ungleichheit wird dadurch noch größer.“ Die Wissenschaftlerin drängt deshalb auf ergänzende Corona-Hilfen, die Frauen in Erwerbstätigkeit halten oder bringen. „Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass Frauen trotz Pandemie freie Zeit haben, in der sie sich ungestört ihrer Erwerbsarbeit widmen können.“

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Am 5. Mai spricht Allmendinger in einer virtuellen Veranstaltung mit Achim Wambach, Präsident des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), über ihr neues Buch zum Thema Geschlechtergerechtigkeit. tat