Gesellschaft - Frauen aus armen Verhältnissen leiden unter Kosten für Hygieneprodukte

Tampons als Spenden

Von 
Lea Seethaler
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Ein Schild auf der Sammelbox im dm-Drogeriemarkt Wohlgelegen. © Lea Seethaler

Mannheim. In drei Mannheimer dm-Märkten können Kunden Periodenprodukte für Bedürftige spenden. Die Aktion läuft im Rahmen des Festivals „Bodyleaks“, das den weiblichen Körper und die weibliche Sexualität enttabuisieren und sichtbarer machen will. In Kooperation mit dem Zeitraumexit und dem DRK-Kreisverband Mannheim geht die Sammlung der Hygiene-Produkte noch bis 8. Mai. Kundinnen und Kunden können sie im Markt erwerben und dann in die dafür vorgesehene Spendenbox einwerfen. Es beteiligen sich die Märkte Vogelstang, Wohlgelegen und Schwetzingerstadt.

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Kate Weyerer, Kuratorin von „Bodyleaks“, sagt, dass Periodenarmut „weltweit und eben auch bei uns in Deutschland“ ein großes Problem sei. Sonja Wawszczak, Sozialpädagogische Leitung im DRK-Kreisverband Mannheim, fügt hinzu, dass sich Frauen aufgrund ihrer prekären Lage zum Teil gesundheitlich gefährdeten, weil sie Hygieneprodukte etwa länger verwendeten als vorgesehen. Dies, aber auch ein allgemein tabuisierter Umgang mit der Periode, ziehe Ausfälle im gesellschaftlichen Leben mit sich, die oft soziale Abwärtsspiralen beschleunigten. see

Redaktion Redakteurin und Online-Koordinatorin der Mannheimer Lokalredaktion