Corona - Bundesrat und Bundespräsident machen im Eiltempo Weg für Milliardenunterstützung der Deutschen frei Stillstand in New York, US-Wirtschaft im Sinkflug

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dpa
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Der Broadway in New York ist nahezu menschenleer. Allein in der Ostküstenmetropole sind 38 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. © Michael Nagle/XinHua/dpa

Washington/Peking. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. Bis Freitagnachmittag (Ortszeit) gab es USA-weit mehr als 100 700 bekannte Infektionen, in China rund 82 000 und in Italien mehr als 86 000, wie aus einer Übersicht der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als eine halbe Million gemeldete Coronavirus-Infektionen.

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In den USA starben laut der US-Universität bisher mehr als 1500 Menschen an dem Virus, in China rund 3300 und in Italien mehr als 9100. Deutschland rangiert in dieser Auflistung zuletzt auf Platz fünf mit rund 50 000 Infektionen und mehr als 300 Corona-Toten.

Die USA sind schwer gezeichnet von der Corona-Kise. Das Virus hat das öffentliche Leben in weiten Teilen zum Erliegen gebracht. Etwa die Hälfte der rund 330 Millionen US-Amerikaner unterliegt inzwischen von Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte und Betriebe sind geschlossen, Restaurants und Hotels bleiben leer, Flüge sind massenhaft gestrichen, Veranstaltungen reihenweise abgesagt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verzehnfachte sich innerhalb von nur wenigen Tagen auf 3,3 Millionen. Die größte Volkswirtschaft der Welt befindet sich im steilen Sinkflug – trotz eines vom Kongress auf den Weg gebrachten beispiellosen Konjunkturpakets. Einer der Hotspots der Epidemie in den USA ist die Ostküstenmetropole New York. Dort gibt es bereits mehr als 38 000 nachgewiesene Fälle.

Rettungspaket in Kraft

Unterdessen hat der Bundesrat am Freitag dem Milliardenpaket der Bundesregierung zugestimmt. Damit können die Hilfen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger fließen. Nach der Zustimmung des Bundesrats unterzeichnete der Bundespräsident umgehend die entsprechenden Gesetze. dpa