Bildung - Forscherin warnt vor zu großen Unterschieden Sorge wegen Schulpause

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be/sba
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Mannheim. Die Koordinatorin für das deutsche Pisa-Programm, Kristina Reiss, hat Sorge, dass sich die Ungleichheit unter Schülern in der Corona-Krise deutlich verstärkt. „Es ist zu befürchten, dass die Schere bei der Schulleistung noch viel weiter auseinandergeht“, sagte Reiss. Nach wie vor hänge der Schulerfolg stark vom sozialen Status des Elternhauses ab – gerade bei geschlossenen Schulen und Lernen zu Hause, komme es auf das Engagement der Eltern an. Der Grundschulverband fordert, den Druck auf Eltern und Schüler in der aktuellen Situation zu verringern. „Die Zukunft der Kinder bricht nicht zusammen, wenn jetzt für ein paar Wochen die Schule ausfällt“, sagt Hans Brügelmann vom Grundschulverband. Er rät, die Schließung als Chance zu sehen, in der die Kinder selbstbestimmt tun können, was ihnen wichtig ist. be/sba