Klimawandel - Forstexperte verteidigt „Waldumbau“ Pflanz-Test mit neuen Baumarten

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Mannheim. Im Streit um die künftige Entwicklung der Stadtwälder in Mannheim weist der langjährige Forstamtsleiter Sebastian Eick Kritik von Greenpeace zurück. Vertreter der Umweltschutzorganisation hatten vor dem Hintergrund des Kiefernsterbens in den Haardtwäldern der Rheinebene insbesondere Pflanzversuche mit Baumarten aus dem Mittelmeerraum ungewöhnlich scharf kritisiert und sich dafür starkgemacht, den Wald weitgehend auf natürliche Art zu verjüngen – also nicht mit Rodungen oder Neupflanzungen in die vorhandenen Bestände einzugreifen.

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Eick macht dagegen deutlich, dass auch die etwa seit dem 18. Jahrhundert in der Region gepflanzten Kiefern nicht heimisch seien, sondern seit damals als Ersatz für Eichen- und Buchenmischwälder angepflanzt worden seien. Einige Forstverwaltungen setzen nun wieder verstärkt auf die Eiche, in Mannheim wird zusätzlich mit Zedern und anderen Baumarten experimentiert, die mit Trockenheit, Hitze und nährstoffarmen Böden besser zurechtkommen.

Für solche Versuche hat das Land Baden-Württemberg einen „Notfallplan Wald“ mit 40 Millionen Euro in diesem und im kommenden Jahr aufgelegt. 

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