Kunst

Museen kämpfen um Besucher

Von den großen Häusern schafft 2022 nur das Kurpfälzische Museum Heidelberg einen Anschluss an die Zahlen der Vor-Corona-Zeit

Von 
Stefan M. Dettlinger
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Teil des Heidelberger Erfolgs: Rubens’ „Susanna und die beiden Alten“. © KMH/K. Gattner

Rhein-Neckar. Gute Nachrichten aus Heidelberg: Das Kurpfälzische Museum hat bereits im Jahr 2022 fast wieder an die Besucherzahlen von vor der Pandemie anknüpfen können. Das bestätigte Museumsdirektor Frieder Hepp auf Anfrage dieser Redaktion. „In der Bilanz kommt das Kurpfälzische Museum Ende 2022 annähernd auf die Besucherzahlen der Vor-Corona-Jahre“, sagte Hepp.

Insgesamt ist aber zu erwarten, dass die Museenlandschaft auch 2022 noch weit unter den Werten von 2019 bleibt – wie bereits 2021. Im zweiten Corona-Jahr wurden deutschlandweit mit 38,8 Millionen Gästen nur etwa ein Drittel der üblichen Besucherinnen und Besucher gezählt, wie aus Informationen des Instituts für Museumsforschung in Berlin hervorgeht. Am meisten hatte Hepps Haus von der Ausstellung „Frauenkörper“ profitiert.

Die anderen großen Museen der Region in Ludwigshafen, Speyer und Mannheim haben teils immer noch massive Einbußen bei der Besucherresonanz. Die Kunsthalle Mannheim schloss das Jahr nach Aussage von Direktor Johan Holten mit rund 100 000 Besuchern ab – das sind zwei Drittel der letzten Bilanz vor der Pandemie. Insgesamt erwartet die Szene aber weiter eine deutliche Erholung im laufenden Jahr.

Ressortleitung Stefan M. Dettlinger leitet das Kulturressort des „MM“ seit 2006.

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