Studie - Viele Selbstständige haben ausländische Wurzeln Migranten gründen oft

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tbö
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Mannheim. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung an der Universität Mannheim hat sich die Zahl der Selbstständigen mit Migrationshintergrund in Deutschland zwischen 2005 und 2019 verdoppelt. Eine starke Zunahme ist dabei in technologie- und wissensintensiven Branchen wie im IT-Bereich oder in medizinischen Berufen zu beobachten. Zu den Gründen zählt, dass in vielen Fällen ausländische Ausbildungen hierzulande nicht anerkannt werden. „Dann kann die Selbstständigkeit einen Ausweg bilden“, erklärte Studienleiter René Leicht. Außerdem sei Deutschland für Höherqualifizierte im Ausland ein attraktiveres Land geworden.

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Die für die Bundesregierung erarbeitete wissenschaftliche Erhebung kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen von Migranten mindestens 3,4 Millionen Arbeitsplätze stellen. Rund 14 Prozent der Firmen sind im Export tätig – Gründungen deutscher Herkunft nur zu neun Prozent. Einen großen Unterschied gibt es bei den Geschlechtern. Liegt die Selbstständigenquote von migrantischen Männern bei 9,9 Prozent, sind es bei Frauen nur 6,3 Prozent. tbö