Corona-Pandemie - Das Bergsträßer Landratsamt meldete gestern acht Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus Medizinische Masken auch in Bussen, Bahnen und Ruftaxis

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kel/red/bjz
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Bergstraße/Worms. Ab sofort gelten in Bussen, Bahnen und auch Ruftaxis strengere Corona-Regeln. Darauf hat gestern die Abteilung Öffentlicher Personennahverkehr des Bergsträßer Landratsamtes hingewiesen. Demnach müssen auch im Kreis Bergstraße die Fahrgäste in Fahrzeugen des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs, in Schulbussen sowie in Ruftaxis eine medizinische Maske tragen. Dazu zählen OP-Masken oder virenfilternde Masken der Standards FFP 2, KN 95 oder N 95. Diese medizinischen Masken müssen auch auf Bahnsteigen, an Haltestellen und in Zugangs- sowie Stationsgebäuden der entsprechenden Verkehrsmittel getragen werden, informiert das Landratsamt.

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Ausgenommen von der Pflicht, in diesen Bereichen eine medizinische Maske aufzusetzen, sind Kinder unter sechs Jahren und Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können.

Gestern meldete der Kreis Bergstraße acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Verstorbenen stammen aus Bensheim (96, 90 und 67 Jahre alt), Lindenfels (65 Jahre), Fürth (94 Jahre), Viernheim (81 Jahre), Lampertheim (57 Jahre) und Groß-Rohrheim (93 Jahre). Außerdem wurden gestern zehn neue Infektionsfälle bekannt – in Lorsch (1), Lampertheim (4), Biblis (1), Viernheim (1), Fürth (1), Gorxheimertal (1) und Hirschhorn (1).

Derzeit befinden sich nach Angaben aus dem Landratsamt 46 Patienten mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in einem Krankenhaus im Kreis Bergstraße. 72 Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten Corona-Infektion werden aktuell stationär behandelt. In den vergangenen sieben Tagen wurden im Kreisgebiet 376 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz beträgt 138.

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Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis Bergstraße derzeit von 41 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 35 Betten belegt – davon sieben mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; einer von ihnen muss invasiv beatmet werden.

Die 21 Neu-Infektionen, die am Wochenende aus Lindenfels gemeldet wurden, wurden nach Angaben des Landratsamts bei vom Gesundheitsamt veranlassten Testungen entdeckt. Diese hatte die Bundeswehr in einer Pflegeeinrichtung in Lindenfels vorgenommen. Unter den betroffenen Personen sind Bewohner und Personal.

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346 weitere Coronavirus-Infektionen sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gestern in Hessen registriert worden. Die Gesamtzahl stieg auf 166 219. Es werden in Hessen 4412 Todesfälle mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 24 mehr als am Vortag.

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Die Stadt Worms hat die Einschränkung des Bewegungsradius aufgehoben. Nach der nun gültigen Allgemeinverfügung gelten jedoch weiterhin die nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr und eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone in der Innenstadt. Die Einschränkung des Bewegungsradius hatte seit dem 13. Januar gegolten. Nach der Aufhebung dürfen sich Wormser Bürger wieder weiter als 15 Kilometer von der Stadtgrenze entfernen. Auch dürfen Gäste aus weiter entfernten Gegenden wieder in die Stadt kommen. kel/red/bjz