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Pandemie - Testzentrum auf Mannheimer Kapuzinerplanken schließt / Pflicht zum Homeoffice endet / Sorge wegen Reisen

Lockerung trotz Delta-Gefahr

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dpa/see
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Berlin/Mannheim. Die Corona-Variante Delta greift um sich – doch auf strengere Regeln fürs Reisen können Bund und Länder sich nicht einigen. Derweil stehen in Deutschland und der Region die Zeichen auf Entspannung. So schließt etwa das gemeinsame Test-Zentrum der Werbegemeinschaft Mannheim City und der Firma Engelhorn auf den Kapuzinerplanken an diesem Mittwoch.

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Wie Lutz Pauels von der Werbegemeinschaft Mannheim City erklärte, war zuletzt die Nachfrage nicht mehr vorhanden gewesen. Zudem wäre der Vertrag sowieso Mitte Juli ausgelaufen, da Umbauarbeiten auf den Kapuzinerplanken anstünden. „Es war eine absolut sinnvolle Einrichtung für die Übergangsphase“, so Pauels. Er sprach sich zudem dafür aus, dass es gut sei, wenn einige Testcenter in der Stadt weiter bestehen blieben. Nicht an Schließung denken indes die privaten Betreiber des „COVID Schnelltest-Zentrum“ mit sieben Einrichtungen in Mannheim. Man wolle die Entwicklung rund um die Delta-Variante abwarten, schließe selbst keine Zentren, denn die Nachfrage sei nach wie vor vorhanden, erklärte Gründer Moritz Biedenbach. Zudem müsse man mit dem Offenhalten der Teststellen als großer Anbieter einer „Verantwortung gegenüber den Mannheimern“ gerecht werden, sagte Biedenbach.

Bund und Länder beraten

Gelockert wird auch beim Thema Homeoffice. Die Wirtschaft hat das Auslaufen der coronabedingten Homeofficepflicht an diesem Mittwoch begrüßt. Dieser „bürokratische Aktionismus“ sei ein überflüssiges Einmischen der Politik gewesen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter. Die Unternehmen hätten in den vergangenen Monaten eigenverantwortlich, freiwillig und sehr zuverlässig in allen Branchen Homeoffice ermöglicht. „Wir Arbeitgeber haben beim Homeoffice geliefert, und das werden wir auch weiterhin tun, da wo es interne wie externe Betriebsprozesse zulassen. Dafür brauchen wir keine Verordnung.“ Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, forderte eine dauerhafte Regulierung. Auch von der nächsten Bundesregierung erwarte man hier ein Gesetzespaket, sagte er der dpa. Viele Beschäftigte wünschten sich für die Zukunft einen gesunden Mix aus Präsenzarbeit und der Möglichkeit, mobil arbeiten zu können.

Strengere Regeln für Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland sind allerdings bisher nicht vom Tisch. Eine Verständigung von Bund und Ländern war zuletzt zwar gescheitert, doch machten einige Ländervertreter weiter Druck. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) zeigte sich angesichts der gefürchteten Delta-Variante offen für eine weitergehende Testpflicht. Bund und Länder hatten sich am Montag nicht auf schärfere Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland einigen können, obwohl mehrere Ministerpräsidenten dies gefordert hatten. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) reagierte auf den ausbleibenden Beschluss mit Unverständnis. „Man darf die gleichen Fehler nicht zweimal machen“, warnte sie bei NDR Info. Auch im Sommer 2020 seien die Infektionszahlen niedrig gewesen. „Und dann ist durch Reiserückkehrer aus Risikogebieten das Virus wieder eingetragen worden.“ dpa/see

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