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Pandemie - Friedliche Demonstration rund um die Planken / Experten erwarten starke Omikron-Welle / Bislang 56 Fälle in Mannheim

Kürzere Quarantäne in Sicht

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dpa/sma/seko
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Berlin/Mannheim. Mehr als 20 000 Menschen sind am Montag in deutschen Städten erneut gegen staatliche Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Auch in Mannheim waren am Montagabend wieder Demonstranten unterwegs. Die Polizei konnte bis Redaktionsschluss keine Angaben zur Zahl der Demonstranten machen. Die erneut nicht angemeldete Versammlung verlief friedlich, bestätigte ein Polizeisprecher vor Ort.

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Indes haben laut Polizei bis zu 850 Personen mit einer Menschenkette zwischen Rathaus und Paradeplatz für Solidarität in der Pandemie und gegen nicht angemeldete Versammlungen demonstriert. Organisiert wurde die Gegenversanstaltung von den Grünen-Stadträten Chris Rihm und Gerhard Fontagnier, die ein Bündnis aus Politik, Kirche und Kultur hinter sich vereint hatten.

Unter dem Druck der wachsenden Omikron-Welle in Deutschland wollen Bund und Länder über eine Verkürzung von Quarantänezeiten und Kontaktbeschränkungen beraten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer schnellen Entscheidung über eine Verkürzung der Quarantänefristen. Sollte kritische Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung aufgrund von Quarantäne an die Grenzen geraten, könnten verkürzte Quarantänezeiten erforderlich sein, sagte ein Sprecher seines Ministeriums.

Die Virusvariante Omikron wurde in Mannheim nach Angaben einer Stadtsprecherin bisher in 56 Fällen nachgewiesen. Über die ersten sieben hatte die Kommune am 26. Dezember informiert. Trotz einer leichten Zunahme sei das Infektionsgeschehen hier aber noch recht stabil, heißt es. In den Mannheimer Kliniken ist die Zahl der Covid-Patienten in den vergangenen drei Wochen zurückgegangen. Man befürchte jedoch, dass es sich dabei um „die Ruhe vor dem Sturm“ handeln könnte, so auf Anfrage Dieter Schilling, Ärztlicher Direktor des Diako und Theresienkrankenhauses.

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„Auf jeden Fall neue Beschlüsse“

An diesem Dienstag soll der Expertenrat der Bundesregierung die Lage beraten. Bis zu den nächsten Bund-Länder-Beratungen auf Spitzenebene am Freitag soll es mehr Klarheit über die Verbreitung der Corona-Variante Omikron und das Ausmaß der Welle geben. Wegen der Feiertage waren die Daten lückenhaft.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU), sagte, bei der Ministerpräsidentenkonferenz werde auch über die Fortsetzung der Booster-Kampagne gesprochen sowie über Daseinsvorsorge und Quarantäne-Regelungen.

In seiner ersten Stellungnahme hatte der Expertenrat mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor Weihnachten vor einer „explosionsartigen Verbreitung“ von Omikron und „hohen Risiken für die kritischen Infrastruktur“ gewarnt. Gemeint sind etwa Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung. Ob das Gremium erneut eine Stellungnahme abgebe, sei unklar, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) forderte die Feststellung der epidemischen Lage nationaler Tragweite. „Wir brauchen alle rechtlichen Mittel, die uns die Bundesgesetzgebung an die Hand gibt, um vor Ort und regional so reagieren zu können, wie wir das für richtig erachten.“ Die Koalition hatte die Notlage auslaufen lassen. dpa/sma/seko

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