Pandemie - Verschärfung des Lockdowns möglich / Kreis Bergstraße meldet 68 Neuinfektionen / Bensheim besonders betroffen Krisentreffen schon am Dienstag

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dpa/tm
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Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Aus Sorge wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. Am Dienstag ist eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten geplant, wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin sagte. Ursprünglich war die Runde für den 25. Januar vorgesehen.

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Auch angesichts einer neuen, wohl ansteckenderen Virus-Variante mehren sich nun aber Forderungen nach zusätzlichen Maßnahmen. Regierungssprecher Seibert sagte, die Zahl der Neuinfektionen sei weiterhin viel zu hoch. Zu möglichen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen äußerte sich Seibert nicht.

Im Kreis Bergstraße sind gestern 68 neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Außerdem wurden fünf Todesfälle gemeldet: drei Personen aus Bensheim im Alter zwischen 81 und 91 Jahren sowie eine 69-jährige Person aus Einhausen und eine 62-jährige Person aus Lindenfels. Bisher sind im Kreis 160 Menschen der Pandemie zum Opfer gefallen.

Wie das Landratsamt weiter berichtete, sind seit dem Ausbruch der Epidemie 5765 Infektionsfälle registriert worden. Die neuen Fälle stammen unter anderem aus Bensheim (16), Einhausen, Heppenheim (8), Lautertal, Lindenfels (9), Lorsch und Zwingenberg.

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Betroffen sind unter anderem Pflegeheime in Bensheim, Heppenheim und Lindenfels. Dem Kreis sind 924 Infizierte bekannt. In den Bergsträßer Krankenhäusern werden 33 Patienten behandelt. Darunter sind 28 mit einer festgestellten Infektion. Beim Rest liegt ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung vor. Wie aus der Mitteilung aus dem Landratsamt weiter hervorgeht, gab es 449 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was einer Quote von 166,00 Infektionen pro 100 000 Einwohnern (Inzidenz) entspricht.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) sind im Kreis Bergstraße von 43 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken derzeit 39 Betten belegt – davon sechs mit an Co-vid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; drei von ihnen müssen invasiv beatmet werden.

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In Hessen sind gestern nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts 1627 weitere Coronavirus-Infektionen registriert worden. Die Gesamtzahl der Fälle stieg auf 156 127 (Stand: 0 Uhr). 3843 Todesfälle werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 63 mehr als am Vortag.

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Rund 60 000 Hessen haben einer Mitteilung der Landesregierung zufolge inzwischen Termine für ihre Erst- und Zweitimpfung in den Impfzentren gebucht. Damit seien die Kapazitäten vorerst erschöpft, da keine weiteren Impfdosen zur Verfügung stünden. Registrierungen seien aber weiterhin möglich.