Corona-Pandemie - Weitere Mutationsfälle und das erste Opfer in Lautertal Kreis Bergstraße meldet zehn neue Infektionen

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dpa/tm
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Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona Schnelltest. Das Land Baden-Württemberg will mit Blick auf die ansteigenden Infektionszahlen die Labor-Kapazitäten ausweiten. © dpa

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Im Kreis Bergstraße sind gestern zehn neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Außerdem wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Betroffen sind unter anderem eine 76-jährige Person aus Bensheim und – als erster Fall aus der Gemeinde – eine 82-jährige Person aus Lautertal. Die Gesamtzahl der Opfer liegt bei 267.

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Wie das Landratsamt weiter berichtete, sind seit dem Ausbruch der Pandemie 6989 Infektionsfälle registriert worden. Die neuen Fälle stammen unter anderem aus Bensheim (2) und Lindenfels. Fünf Infektionen mit der britischen Virusmutation B.1.1.7 wurden bekannt. Insgesamt sind damit 75 Fälle registriert. Die Seebergschule in Mörlenbach wurde wegen eines Falls geschlossen, bei dem der Verdacht besteht, dass er auf die Virusmutation zurückgeht.

Dem Kreis sind 558 Infizierte bekannt. In den Bergsträßer Krankenhäusern werden 49 Patienten behandelt. Darunter sind 44 mit einer festgestellten Infektion. Beim Rest liegt ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung vor. Wie aus der Mitteilung aus dem Landratsamt weiter hervorgeht, gab es 156 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was einer Quote von 57,54 Infektionen pro 100 000 Einwohnern (Inzidenz) entspricht. Dieser Wert wird morgen leicht auf 56 sinken, da die Fallzahlen gestern unter denen der Vorwoche (13) lagen.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis Bergstraße von 40 Intensivbetten in den Kliniken 33 belegt – davon acht mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; einer von ihnen muss invasiv beatmet werden.

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In Hessen sind gestern 259 Neuinfektionen registriert worden. Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 180 703 Fälle nachgewiesen, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (Stand 0 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um zwölf auf 5460.

Für Schnelltests in Senioren- und werden für März Freiwillige gesucht. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein und dürfen nicht zu einer Risikogruppe gehören, wie das Landratsamt meldete. Vor dem Einsatz werde die Helfer durch das DRK geschult. Interessenten können sich bei der Agentur für Arbeit (Tel.: 0800 / 4555532) melden.

Tausenden die Einreise verweigert

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Die Kontrollen und Einreiseverbote an den Grenzen zu Tschechien und Österreich haben lange Staus und viel Kritik ausgelöst. Die EU-Kommission bekräftigte ihr Missfallen, zudem gab es von den Nachbarländern sowie aus der Wirtschaft mahnende Worte. Die Bundesregierung verteidigte ihre Linie, mit Blick auf die Ausbreitung der Virusvarianten in einigen Regionen Europas handeln zu müssen.

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Mit Blick auf den Osterurlaub gerät verstärkt der Urlaubsverkehr in den Fokus. Die Bundesregierung will die Entwicklungen der nächsten Wochen abwarten. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich optimistisch. Er sehe „sehr wohl die Möglichkeit, dass wir Inlandstourismus bis zu diesem Zeitpunkt möglich machen“. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte zuvor die Hoffnung aufeinen Osterurlaub gedämpft. dpa/tm