Corona-Krise - Stadt Mannheim sucht nach Alternativen für Heime / Noch keine Pläne für großes Behelfskrankenhaus Jugendherberge wird zum Pflegeheim

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Peter W. Ragge
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Mannheim. Die Stadt Mannheim bereitet sich darauf vor, wegen der Corona-Krise die Jugendherberge und zunächst zwei Hotels als Ausweichstandorte für Pflegeheime oder Krankenhäuser zu nutzen. Das bestätigte ein Sprecher auf Anfrage dieser Redaktion. Pläne für ein komplettes Behelfskrankenhaus, wie es in anderen Städten – etwa Ludwigshafen oder Stuttgart – in Messe- und Veranstaltungshallen eingerichtet wurde, gibt es aber noch nicht.

Die Jugendherberge Mannheim am Rheinufer. © Thomas Rittelmann
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Nach Angaben der Stadt hat der von Oberbürgermeister Peter Kurz geführte Verwaltungsstab eine Taskforce zum Thema „Sicherung der Pflege/Ausweichquartiere“ gebildet. Dabei geht es darum, Alternativen zu haben, sollte es in Pflegeheimen plötzlich zu vielen Erkrankungen mit dem Coronavirus kommen.

Zimmer doppelt belegen

Ebenso will man sich darauf einstellen, dass plötzlich betagte Menschen unterzubringen sind, weil ambulante Pflegedienste ausfallen – weil sie keine Schutzkleidung mehr haben oder viele ihrer Pflegekräfte erkranken. Auch „Entlassungspflege“ ist ein Thema – also die Suche nach Alternativen für Menschen, die aus Krankenhäusern entlassen werden sollen, um dort Platz zu schaffen, aber noch nicht mobil sind.

Man habe dazu bereits 58 Gebäude überprüft, drei wurden von der Feuerwehr begangen. Zwölf Hotels seien in der näheren Prüfung. Die Stadt will auch vorhandene Pflegeheime „partiell verdichten“. Das Sozialministerium Baden-Württemberg arbeitet derzeit daran, die inzwischen eigentlich verbotene Doppelbelegung von Zimmern zeitweise wieder zuzulassen.

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