Kältewinter - Autor Richard Brox fordert für Mannheim, was ein Paar in Neustadt schon umsetzt „Hotels für Obdachlose öffnen“

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stp/sin
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Im Hotel Palatina in Neustadt dürfen Obdachlose übernachten. © Simone Jakob

Mannheim/Neustadt. Richard Brox, 30 Jahre ohne festen Wohnsitz und mittlerweile erfolgreicher Autor, macht auf die dramatische Lage von Obdachlosen aufmerksam. In dem durch strenge Kälte und Corona vielleicht schlimmsten Winter der Nachkriegsgeschichte seien sie vom Erfrierungstod besonders betroffen, schreibt der gebürtige Mannheimer in einem Gastbeitrag für diese Zeitung. Er fordert unter anderem die Öffnung von leerstehenden Hotels, Pensionen und Gästehäusern in Mannheim.

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In Neustadt an der Weinstraße gibt es das schon. Hier bietet das Hotelier-Ehepaar Sara und Florian Wiedemann seine Corona-bedingt leerstehenden Zimmer Obdachlosen zum Übernachten an. Die Idee sei bei einem Besuch einer Begegnungsstätte entstanden, für die das Hotel seit dem ersten Lockdown jeden Freitag kocht. „Nachdem wir die Not dieser Menschen gesehen haben, mussten wir einfach helfen. Bei minus zwölf Grad sollte niemand im Freien schlafen müssen.“ Selbst wenn die Nächte nun wieder wärmer werden, stehe das Hotel Palatina Menschen von der Straße weiterhin als Unterschlupf offen.

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