Industrie - Konzern rechnet trotz Corona mit kräftiger Erholung Höhere Auslastung bei Daimler

Von 
jung
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Blick in das Lkw-Motorenwerk Mannheim (vor Corona). © Daimler AG

Mannheim/Stuttgart. Nach kräftigen Einschnitten durch die Corona-Pandemie geht Daimler davon aus, dass sich die Weltwirtschaft im laufenden Jahr deutlich erholen wird. Der Konzern will mehr Fahrzeuge verkaufen, mehr Umsatz erzielen und den Gewinn steigern. Das sei gut „für unsere Produktionsauslastung“, sagte Andreas Moch, Standortverantwortlicher für das Lkw-Motorenwerk Mannheim. Auch Evobus profitierte am Standort zuletzt von einer überraschend starken Nachfrage nach Stadtbussen. Daimler steht davor, sich über einen Börsengang von der Lkw- und Bussparte zu trennen.

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Gleichzeitig gehen die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten nächste Woche in die dritte Runde. Die Gewerkschaft kritisierte, dass Sparmaßnahmen trotz der wieder gestiegenen Nachfrage weiter liefen. „Es kann nicht sein, dass auf dem Rücken der Beschäftigten die Gewinne gesteigert werden“, sagte der Mannheimer IG-Metall-Chef Thomas Hahl. „Sollten sich die Arbeitgeber nicht bewegen, werden wir uns bewegen.“ Er schloss Warnstreiks ab März nicht aus.