Corona - Alle 28 Impfzentren in Hessen in Betrieb / Kultusministerium plant Wechselunterricht ab 22. Februar Heute ist Impfstart in Bensheim

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red/dpa
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Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Hessen will für die Schüler der Klassen eins bis sechs vom 22. Februar an das Modell des Wechselunterrichts ermöglichen. Voraussetzung sei, dass die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen dies zulasse und sich Bund und Länder bei ihrer Schaltkonferenz am Mittwoch darüber einigten, teilte das Kultusministerium am Montag in Wiesbaden mit.

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Für Hessens Schulen gelten angesichts des Corona-Lockdowns derzeit folgende Regelungen: Schüler sollen bis Klasse sechs – wo immer möglich – dem Präsenzunterricht fernbleiben. Von Klasse sieben an gibt es mit Ausnahme von Abschlussklassen Distanzunterricht.

Derweil sind die ersten 26 400 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca an die 28 hessischen Impfzentren ausgeliefert worden. Die Zentren können die Impfstoffe des britisch-schwedischen Herstellers an Menschen der höchsten Priorisierungsgruppe spritzen, die unter 65 Jahre alt sind.

Nach der Öffnung der ersten sechs hessischen Impfzentren im Januar sollen am heutigen Dienstag die übrigen 22 Einrichtungen folgen, darunter das Impfzentrum am Berliner Ring in Bensheim. Dann sind alle 28 regionalen Impfzentren in Betrieb – zunächst für Menschen in der höchsten Priorisierungsgruppe. Das sind überwiegend Männer und Frauen im Alter von über 80 Jahren sowie Angehörige der ambulanten Pflegedienste. Da das Land Hessen bei dieser Gruppe von einer sehr hohen Impfbereitschaft ausgeht, kommen nach aktueller Schätzung des Innenministeriums bis zu 300 000 Männer und Frauen für einen Impftermin im laufenden Anmeldeverfahren in Frage.

Inzidenz im Kreis sinkt wieder

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Im Kreis Bergstraße sind gestern sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Es handelt sich um eine 77-jährige und eine 74-jährige Person aus Lindenfels, eine 96-jährige und eine 80-jährige Person aus Heppenheim, eine 92-jährige Person aus Bensheim sowie eine 83-jährige Person aus Rimbach.

Nach Angaben aus dem Landratsamt wurden 13 Neuinfektionen gemeldet, unter anderem je zwei in Bensheim, Lindenfels und Lorsch sowie eine in Heppenheim. Mehrere Einrichtungen sind aktuell vom Infektionsgeschehen betroffen, darunter die Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim, die Martin-Buber-Schule in Heppenheim sowie eine Pflegeeinrichtung in Bensheim.

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Das Gesundheitsamt erhielt außerdem Kenntnis von sechs weiteren bestätigten Fällen der britischen Mutation B.1.1.7 im Kreisgebiet, damit sind es jetzt insgesamt 20 Fälle. Der überwiegende Teil der neuen Fälle steht in direktem oder indirektem Kontakt mit einer Kindertageseinrichtung in Gorxheimertal.

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Die Inzidenz (die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage) wird mit 126,88 angegeben. Da die Zahl der Neuinfektionen gestern niedriger war als am Montag in der Vorwoche (33), wird die Inzidenz heute erstmals seit über einer Woche wieder sinken, auf einen Wert knapp unter 120.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis Bergstraße derzeit von 41 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 34 Betten belegt – davon sechs mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; einer von ihnen muss invasiv beatmet werden.

In Darmstadt setzt sich der in den vergangenen zwei Wochen zu beobachtende Trend zum leichten Rückgang der Infektionszahlen fort und scheint sich zu stabilisieren. Der Inzidenzwert ist mittlerweile auf 59,4 gesunken. Insgesamt lässt sich dieser Trend auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg beobachten.

Hessenweit sind am Montag 196 weitere Coronavirus-Infektionen registriert worden. Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 177 127. Außerdem wurden gestern 17 weitere mit dem Erreger in Verbindung gebracht Todesfälle gemeldet. Die landesweite Inzidenz liegt bei 80,2. red/dpa