Veranstaltung - Treppen zum Wasserturm zeitweise gesperrt / Brauereien leicht zuversichtlich

Fußball-EM im Schatten der Corona-Krise

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Rom fiebert dem Auftaktspiel der Fußball-Europameisterschaft zwischen Italien und Türkei an diesem Freitag entgegen. © dpa

Rom/Rhein-Neckar. Mit dem Eröffnungsspiel zwischen der Türkei und Italien startet an diesem Freitag (21 Uhr) die Fußball-Europameisterschaft. Der viermalige Weltmeister Italien will in der Partie im Olympiastadion von Rom nach der verpassten WM 2018 eine erfolgreiche Rückkehr auf die große Fußball-Bühne feiern. Weitere Gegner in der Gruppe A sind die Schweiz und Wales. Rom ist eine von elf Gastgeber-Städten der kontinentalen Titelkämpfe. Das EM-Finale findet am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion statt.

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Die deutsche Nationalmannschaft setzt am Freitag die Vorbereitungen für ihr Auftaktspiel gegen Frankreich fort. Nachdem am Donnerstag zum ersten Mal alle 26 nominierten Profis am Training im Turnierquartier in Herzogenaurach teilnehmen konnten, will Bundestrainer Joachim Löw die Detailarbeit weiter verschärfen. Weltmeister Frankreich ist am kommenden Dienstag der erste EM-Gradmesser für die DFB-Auswahl, es folgen die Gruppenspiele gegen Europameister Portugal und Ungarn.

Ob in Deutschland in den kommenden gut vier Wochen das EM-Fieber ausbricht, ist wegen der Corona-Krise unterdessen fraglich.

Stadt appelliert an Fans

In Mannheim müssen sich Fans auf einen anderen Ablauf einstellen, als sie es von zurückliegenden Welt- und Europameisterschaften gewohnt sind. Angebote zum Public Viewing, wie viele Jahre lang im alten Eisstadion am Friedrichspark, wird es nicht geben, da sie wegen der geltenden Corona-Regeln nicht zugelassen sind. Gastwirten sind Live-Übertragungen jedoch erlaubt, sofern sie dabei die Corona-Verordnung beachten.

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„Die Stadt appelliert vor allem an die Vernunft der Mannheimerinnen und Mannheimer, sich an die geltenden Regeln zu halten“, heißt es aus dem Rathaus. Bei einzelnen Spielen ist geplant, den Treppenaufgang zum Wasserturm abzusperren.

Das Polizeipräsidium Mannheim bereitet sich nach Aussage von Pressesprecher Christopher Weselek „auf verschiedene Szenarien wie spontane Jubelfeiern oder Autokorsos“ vor. Das Gesamtkonzept sei auf Flexibilität ausgerichtet. „Neben zusätzlichen Kräften der Verkehrspolizei werden auch weitere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte mobil unterwegs sein und nach entstehenden oder entstandenen Brennpunkten Ausschau halten“, sagte der Sprecher.

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Nach schwierigen Monaten durch den Lockdown blicken regionale Brauereien zumindest mit etwas Zuversicht auf die Europameisterschaft. „Natürlich ist so ein Ereignis hilfreich, wir rechnen aber nicht mit riesigen Ausschlägen beim Absatz“, erklärte etwa Holger Vatter-Schönthal, Marketingleiter bei der Mannheimer Privatbrauerei Eichbaum. Das Public Viewing sei in den vergangenen Jahren ohnehin weniger geworden, in diesem Jahr falle es nahezu komplett weg. Die Betriebe hoffen dennoch, dass die Fußball-EM Auftakt zu einem guten Sommer wird. Schon jetzt spüren sie einen Schub durch die wieder geöffneten Biergärten. dpa/be/cs/tat

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