Industrie

Essity setzt auf LNG

Der Zewa- und Tempo-Hersteller baut in Mannheim eine entsprechende Infrastruktur auf

Von 
Tatjana Junker
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In Mannheim wird auch Zewa-Toilettenpapier hergestellt. © Manfred Rinderspacher

Mannheim. Um künftig vor möglichen Gasausfällen gewappnet zu sein, investiert der Hygienepapierhersteller Essity an seinem Mannheimer Standort in eine Infrastruktur für LNG, also Flüssigerdgas. „Da sind wir im Moment an der Technik und haben schon einzelne Verträge geschlossen. Außerdem sprechen wir mit den Genehmigungsbehörden, um das Equipment aufzubauen. Das LNG könnte per Bahn oder Lkw angeliefert werden“, sagte Standortleiter Roger Schilling dieser Redaktion. Bei der Investition gehe es um Millionenbeträge.

Im größten Hygienepapier-Werk von Essity in Europa wird Gas vor allem im Trocknungsprozess benötigt. „Mit der heutigen Technologie ist ohne Gas kein vernünftiger Betrieb unserer Papiermaschinen möglich“, so Schilling. Die Hygienepapierherstellung ist energieintensiv, entsprechend stark treffen die hohen Kosten die Branche. Da auch Zellstoff deutlich teurer geworden ist, hatte Essity weitere Preissteigerungen angekündigt. „Im Moment holen wir beim Preis immer noch das nach, was wir als Unternehmen in Vorlage gegangen sind“, so Schilling. In Mannheim wird unter anderem Zewa-Toilettenpapier produziert. Ab 2023 läuft zudem die Marke Tempo vom Band.

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Redaktion Wirtschaftsreporterin