Syrien - Kurden in Mannheim demonstrieren gegen die türkische Militäroffensive Erdogan brüskiert Maas

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lok/dpa
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„Kurdistan blutet, Europa sieht zu“ – mit Transparenten zogen rund 700 Kurden vom Mannheimer Nationaltheater (Bild) zum Hauptbahnhof. © Ruffler

Mannheim. Bei einer Demonstration gegen die türkischen Angriffe in Nordsyrien sind am Mittwochabend rund 700 Kurden in Mannheim auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben verlief der Protestmarsch vom Nationaltheater bis zum Hauptbahnhof friedlich. Friedrichs- und Kaiserring sowie einmündende Straßen wurden zeitweise gesperrt.

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Kerim Kurt vom kurdischen Kulturverein Mannheim-Ludwigshafen zeigte sich besorgt über die aktuelle Eskalation im Konflikt mit der Türkei. „Wenn man Erdogan weiter freie Hand lässt, wird er sich das ganze Osmanische Reich unter türkischer Flagge wieder zurückholen.“ Kurt wirft der Weltgemeinschaft vor, nicht entschieden genug gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vorzugehen.

Der türkische Staatschef zeigte sich von der Einschränkung deutscher Rüstungsexporte unbeeindruckt und schloss eine Waffenruhe in Nordsyrien aus. Stattdessen griff Erdogan den deutschen Außenminister Heiko Maas (SPD) an und bezeichnete ihn als „politischen Dilettanten“. Kurz vor dem Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence in Ankara erklärte Erdogan, man werde nicht mit den Gegnern von der Kurdenmiliz YPG verhandeln.

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