Pandemie - Bei Bund-Länder-Beratungen wird über eine Verlängerung des Lockdowns diskutiert – und über weitere Maßnahmen Eine Verschärfung der Maskenpflicht ist im Gespräch

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red/dpa
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Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Vor den Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise zeichnen sich längere Beschränkungen bis in den Februar hinein ab. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte in Berlin: „Es ist besser, wenn wir jetzt zusammen noch die nächsten zwei, drei, vielleicht vier Wochen die Zahlen deutlich runterbringen, Kontakte reduzieren.“

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Bei den Infektionszahlen und der Auslastung der Intensivstationen scheine es in den vergangenen Tagen zwar Rückgänge zu geben. Man müsse aber vorsichtig sein. Vor dem Bund-Länder-Treffen wurden auch weitergehende Maßnahmen diskutiert, etwa Vorgaben zu besser schützenden Masken in Bussen, Bahnen und Geschäften. Zusehends in den Blick rückt auch, das Arbeiten von zu Hause breiter durchzusetzen.

Den Mutationen auf der Spur

Proben mit positiven Corona-Tests sollen häufiger auf den genauen Virustyp untersucht werden. Labore und Einrichtungen, die Sequenzierungen vornehmen, werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums dazu verpflichtet, die Daten an das Robert Koch-Institut (RKI) zu übermitteln, und bekommen dafür eine Vergütung. Eine Verordnung dazu soll an diesem Dienstag in Kraft treten. Ziel ist, dass mindestens fünf Prozent aller Positivtests in Deutschland auf den Virustyp untersucht werden. Hintergrund sind Befürchtungen über die Verbreitung neuer Virusvarianten wie in Großbritannien oder Südafrika.

Unterdessen hat sich der Darmstädter Covid-19-Krisenstab mit dem weiteren Zeitplan bei den Impfungen beschäftigt. So geht das Impfzentrum im Darmstadtium am heutigen Dienstag, 19. Januar, etwa einen Monat nach Abschluss der Aufbauarbeiten, in den eingeschränkten Regelbetrieb.

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„In der ersten Gruppe der Impfberechtigten wurden zunächst zeitlich begrenzt bis zum 8. Februar 10 500 Impftermine vergeben und zwar für das gesamte vom Darmstädter Impfzentrum abzudeckende Versorgungsgebiet, das nicht nur die Stadt Darmstadt, sondern auch die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau und den Odenwaldkreis umfasst“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Das Bergsträßer Landratsamt meldete derweil fünf weitere Todesfälle im Kreis. Es handele sich um eine 86-jährige Person aus Lindenfels, eine 95-jährige Person aus Grasellenbach, eine 87-jährige Person aus Viernheim, eine 85-jährige Person aus Bürstadt sowie eine 84-jährige Person aus Lampertheim. Zudem seien 23 neue Corona-Infektion bekanntgeworden. Der Sieben-Tage-Wert pro 100 000 Einwohner liege demnach bei 142, 37.

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Der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zufolge sind im Kreis Bergstraße derzeit von 42 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 36 Betten belegt – davon sechs mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; drei von ihnen müssen invasiv beatmet werden.

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Hessenweit sind nach Zahlen des RKI gestern registriert worden. Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 158 968 (Stand: 0 Uhr). 3964 Todesfälle in Hessen werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 28 mehr als am Vortag. red/dpa