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Unwetter - Nach verheerenden Regenfällen sind im Westen Deutschlands Häuser weggespült und Landstriche verwüstet / Politiker kündigen Hilfe an

Dutzende Tote bei Flutkatastrophe

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dpa/bjz
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Das Dorf Schuld an der Ahr in der Eifel ist besonders schwer vom Hochwasser getroffen. © dpa

Mainz/Düsseldorf. Ganze Landstriche sind verwüstet, Häuser weggespült: Nach Unwettern im Westen Deutschlands sind mindestens 58 Menschen gestorben. In Rheinland-Pfalz werden Dutzende Menschen vermisst. Politiker äußerten ihr Mitgefühl, dankten den Helfern und machten sich auf den Weg ins Katastrophengebiet.

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Die Lage war nach dem Dauerregen vielerorts in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unübersichtlich. Retter und Retterinnen brachten Menschen in überschwemmten Orten zum Teil mit Booten in Sicherheit. Viele suchten auf Bäumen und Hausdächern Schutz vor den Fluten, Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Es sei schwierig, die Vermissten zu erreichen, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei, sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD). „So eine Katastrophe haben wir noch nicht gesehen. Es ist wirklich verheerend.“

NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) machte sich in Altena und in Hagen ein Bild von der Lage. Rund 440 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk und 100 Kräfte der Bundeswehr waren allein in Hagen unterwegs, um der Wassermassen Herr zu werden. Eine Reise durch Süddeutschland hatte Laschet abgebrochen, auch seine Teilnahme an der CSU-Klausur im bayerischen Seeon abgesagt.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) unterbrach wegen des Hochwassers seinen Urlaub. Der Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat machte sich zusammen mit Dreyer ein Bild von der Lage im Katastrophengebiet. Er zeigte sich betroffen von der „gewaltigen Zerstörung, die die Natur angerichtet hat“. Auch die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock kehrte vorzeitig aus dem Urlaub zurück.

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Großer Dank an die Helfenden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dankte den Helfern. „Ich bin erschüttert über die Katastrophe, die so viele Menschen in den Hochwassergebieten durchleiden müssen“, erklärte Merkel laut Regierungssprecher Steffen Seibert. „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Vermissten. Den vielen unermüdlichen Helfern und Einsatzkräften danke ich von Herzen.“ EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte den betroffenen Ländern Hilfe zu.

In Rheinland-Pfalz waren mehrere Orte in der Eifel besonders schwer von dem Hochwasser betroffen. Mindestens 28 Menschen kamen in dem Bundesland ums Leben. Auch mögliche weitere Opfer seien angesichts der großen Zahl von rund 40 bis 60 weiterhin vermissten Menschen zu befürchten, machte Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) am Abend deutlich. Unter den Todesopfern waren auch Bewohner einer Einrichtung für behinderte Menschen. Die Fluten seien schneller gekommen, als die Menschen hätten in Sicherheit gebracht werden können, erklärte das Innenministerium. An allen Behörden in Rheinland-Pfalz werden die Fahnen am Freitag auf halbmast gesetzt. Mehrere Tausend Bürger seien vor den Fluten in Sicherheit gebracht worden, sagte Lewentz.

Aus ganz Deutschland rückten Einsatzkräfte an, um in den Katastrophengebieten zu helfen – auch aus der Pfalz, darunter die Kreise Bad Dürkheim und Südliche Weinstraße sowie die Städte Landau und Neustadt. dpa/bjz

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