Corona - Auch Hessen beschließt schärfere Maßnahmen ab Samstag / 74 Neuinfektionen im Kreis Berlin wirbt um Verständnis

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dpa/red
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Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Die Bundesregierung hat trotz leicht sinkender Infektionszahlen um Unterstützung für längere Corona-Beschränkungen mit neuen Vorgaben bis in den Februar geworben. Gerade weil die Infektionszahlen auf dem richtigen Weg zu sein scheinen, gelte es, die Anstrengungen nun so zu verstärken, „dass wir die Zahlen richtig runter bringen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch.

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Über den Umgang mit weiter geschlossenen Schulen wird aber bereits diskutiert. Wegen geringerer Impfstoff-Lieferungen in der kommenden Woche kämpfen indes einige Bundesländer mit organisatorischen Problemen.

Hessens Corona-Kabinett hat eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar beschlossen. Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch mit. Am Dienstag hatten sich bereits die Regierungschefs von Bund und Ländern auf diesen Schritt geeinigt. Das Corona-Kabinett beschloss außerdem eine verschärfte Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften. Hier müssen künftig wirksamere Masken getragen werden. Ein Tuch, Schal oder eine Stoffmaske reichen nicht mehr aus. Die neue Verordnung soll am Samstag (23. Januar) in Kraft treten.

Für den Kreis Bergstraße wurden gestern acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, darunter eine 93-jährige, eine 90-jährige und eine 74-jährige Person aus Bensheim sowie eine 84-jährige Person aus Heppenheim. Die Zahl der Neuinfektionen beträgt 74, die unter anderem aus Bensheim (13), Heppenheim (9), Einhausen (8) und Lindenfels (3) kommen. Das sind insgesamt zwölf Fälle weniger als am Mittwoch der Vorwoche, so dass die gestern gemeldete Inzidenz von 131,67 heute geringfügig auf 127,25 fallen wird.

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Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis derzeit von 40 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 36 Betten belegt – davon acht mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen.

1329 weitere Coronavirus-Infektionen sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gestern in Hessen registriert worden (Stand: 0 Uhr). 4190 Todesfälle in Hessen werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 118 mehr als am Vortag.