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Pandemie - Länder wollen Beschränkungen für Sport-Ereignisse deutlich lockern / Delta auf dem Vormarsch / Sorge um Kinder

Bald wieder Großveranstaltungen

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dpa/was/sma
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Berlin/Mannheim. Große Sportverstaltungen mit bis zu 25 000 Zuschauern sollen trotz der zunehmend grassierenden Delta-Variante des Coronavirus unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden. Bei bestimmten Veranstaltungen sollen sogar mehr Teilnehmer erlaubt sein. Bayern will die Obergrenze allerdings bei 20 000 Zuschauern ziehen. Darauf verständigten sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien am Dienstag, wie Berlin als derzeitiges Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz mitteilte. Die Entscheidung kommt rechtzeitig zum Start der nächsten Bundesliga-Saison.

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) verwies auf Erfolge bei der Pandemie-Bekämpfung mit niedrigen Infektionszahlen und immer mehr Impfungen. „Dadurch gewinnen wir Spielräume.“ Gerade mit Blick auf die Gefahren neuer Virusvarianten mahnte Müller aber weiter zur Vorsicht. „Ich appelliere an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Veranstaltungen und nach wie vor auch an alle Bürgerinnen und Bürger, Regeln und Vorgaben weiterhin zu respektieren und zu beachten. Wir dürfen und wollen keine vierte Welle der Pandemie riskieren.“ Die Neuregelung muss noch in jeweiliges Landesrecht übertragen werden.

Für Kulturverstaltungen „mit mehr als 5000 zeitgleich Anwesenden“ sollen auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung, Einlassmanagement, Testerfordernisse und Abstands- und Maskenregelungen getroffen werden. Eine Zuschauer-Obergrenze wird an dieser Stelle nicht genannt.

Die Neuregelung ist zunächst für den Zeitraum bis zum 11. September vorgesehen – so lange ist derzeit auch die so genannte epidemische Lage von nationaler Tragweite befristet, die dem Bund weiterreichende Kompetenzen verschafft.

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Warnung vor Schulschließungen

Derweil breitet sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus immer stärker aus in Deutschland. In deutschen Laboren geht mittlerweile knapp die Hälfte aller untersuchten Corona-Befunde auf die Delta-Variante zurück. Das teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Demnach betrug der Delta-Anteil bei der Datenerhebung der Woche bis 4. Juli 47 Prozent. Der Verband sprach von einem „erwartungsgemäßen“ Anstieg.

Die Zahl der Schüler und Schülerinnen in England, die in der Pandemie wegen Selbstisolation nicht am Unterricht teilnehmen, ist in den vergangenen Wochen massiv gestiegen. Der Regierung zufolge waren am 1. Juli rund 560 000 Schüler in Selbstisolation, weil eine Person in ihrer Klasse zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mannheimer Politikwissenschaftler Thomas König befürchtet, dass Schulen auch hier „trotz aller Bekenntnisse“ wieder geschlossen werden, wenn das Problem mit den Reiserückkehrern nicht gelöst wird und sich dann viele Kinder mit dem Virus infizieren werden.

Unterdessen werden in Mannheim Erstimpfungen mit AstraZeneca fortan gekreuzt. Beim zweiten Mal soll es in der Maimarkthalle Biontech oder Moderna geben. Diese Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Bundes gilt auch für Arztpraxen, sie ist allerdings nicht rechtlich bindend. dpa/was/sma

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