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Corona - In Mannheim und Heidelberg gilt Alarmstufe 2 / Lage in Schulen noch relativ entspannt / Neue Phase der Pandemie

Ausgangssperre für Ungeimpfte

Von 
Lisa Wazulin
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Mannheim/Heidelberg/Berlin. In Mannheim und Heidelberg gilt ab Samstag, 0 Uhr, erneut eine nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte. Grund dafür ist die Sieben-Tage-Inzidenz, die in Mannheim am Freitag mit 276 neugemeldeten Fällen auf 616,7 gestiegen ist. In Heidelberg stieg sie auf 576,4. Damit lagen beide Städte an zwei aufeinander folgenden Tagen über 500. Laut der aktuellen Alarmstufe 2 in Baden-Württemberg tritt deshalb nun wieder die nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Wer nicht geimpft und nicht genesen ist, darf dann zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens nur aus triftigen Gründen die Wohnung verlassen.

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Ein eher überraschendes Fazit zieht nach den ersten fünf Schultagen im neuen Jahr das Staatliche Schulamt Mannheim. Die Infektionszahlen seien nicht in dem Maße gestiegen, wie man es befürchtet habe, sagt Direktorin Sabine Hamann. Zwar gibt es in vielen Schulen einzelne Corona-Fälle, das habe aber noch nicht zur Schließung ganzer Klassen geführt.

Beschränkungen zeigen Wirkung

Angela Speicher, die geschäftsführende Leiterin der Mannheimer Grundschulen, ist zwar froh, dass es derzeit „vergleichsweise ruhig“ sei. Sie befürchtet allerdings: „Das wird sich hundertprozentig ändern.“ Der Mannheimer Gesamtelternbeirat beschreibt die Lage ebenfalls als „relativ unauffällig“, so Sprecher Thorsten Papendick. Auch er rechnet damit, dass die Situation rasch sehr viel schwieriger werden könnte.

Aus Sicht von RKI-Präsident Lothar Wieler tritt Deutschland in eine „neue Phase der Pandemie“ ein. „Die reinen Fallzahlen werden weniger entscheidend sein. Wichtiger ist, wie viele Menschen schwer an Covid-19 erkranken und wie stark das Gesundheitssystem dann belastet sein wird.“ Der Virologe Christian Drosten sagte, Omikron sei nach derzeitigem Kenntnisstand zwar milder im Krankheitsverlauf. Weil es aber zu viele Fälle seien, werde dieser Gewinn „wieder ausgelöscht“. Er stellte in Aussicht, dass gegen Omikron noch einmal bei der Impfung nachgesteuert werden müsse.

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Lauterbach sagte, die Beschränkungen zeigten Wirkung – etwa mit einer längeren Verdoppelungszeit der Infektionszahlen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern. Hinzu kämen verschärfte Zugangsregeln auch für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichen Tests (2Gplus) in der Gastronomie. Aus seiner Sicht sei zur jetzigen Zeit „das richtige Maßnahmenpaket am Platz“.

Sollten die Fallzahlen deutlich steigen und eine Überlastung der medizinischen Versorgung zu erwarten sein, müsse mit anderen Maßnahmen gegengesteuert werden. „An dem Punkt sind wir nicht“, erklärte Lauterbach. (mit dpa)

Redaktion Lokalredaktion, Online-Koordinatorin. Schwerpunkte: Polizei, Hochschulen, Frauen

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