Corona - Neun weitere Infektionsfälle mit britischer Mutation B.1.1.7 im Kreis Bergstraße Ansteckende Variante breitet sich stärker aus

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Bei einem Corona-Test in Bürstadt ist eine Mutation nachgewiesen worden. © Sebastian Gollnow (dpa)

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße. Die ansteckenderen Varianten des Coronavirus breiten sich in Deutschland schnell aus. Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Anteil der in Großbritannien entdeckten Mutation binnen zwei Wochen von knapp sechs auf mehr als 22 Prozent. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin mit. „Wir müssen damit rechnen, dass die Variante bald auch bei uns die dominierende werden könnte“, sagte Spahn. Bei allen Öffnungsschritten aus dem Lockdown sei daher große Vorsicht geboten.

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Der Anteil der britischen Variante verdoppele sich etwa jede Woche, so Spahn. Die zunächst in Südafrika aufgetretene Mutation habe in Deutschland ferner einen Anteil von 1,5 Prozent erreicht. Dennoch bezeichnete Spahn es als „bis hierhin ermutigend“, dass die Infektionszahlen insgesamt gesunken seien. Das zeige, dass die Schutzmaßnahmen wirkten.

Auch im Kreis Bergstraße nimmt die Zahl an Corona-Infektionen mit der britischen Mutation B.1.1.7 weiter zu. Gestern meldete das Landratsamt neun weitere bestätigte Fälle im Kreis Bergstraße. Dabei gebe es Verbindungen zu den bereits bekannten Clustern in Rimbach und an einer Kindertagesstätte in Lampertheim. Nach Angaben der Behörde sind damit jetzt 86 Fälle mit der britischen Corona-Mutante und einer mit der südafrikanischen Corona-Mutante im Kreis Bergstraße bestätigt.

Insgesamt wurden gestern vom Bergsträßer Landratsamt 29 Neuinfektionen gemeldet, unter anderem in Bensheim (1), Heppenheim (4), Lorsch (2), Einhausen (2) und Zwingenberg (1). In den vergangenen sieben Tagen gab es demnach 148 Neuinfektionen. Die Inzidenz lag am Mittwoch bei 54,59.

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Drei weitere Menschen sind gestern nach Angaben aus dem Landratsamt im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Es handelt sich um zwei Menschen aus Bensheim (90 und 97 Jahre alt) und eine 65-jährige Person aus Biblis. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion ist damit auf 271 gestiegen.

35 Patienten mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion werden aktuell in einem Krankenhaus im Kreis Bergstraße behandelt. Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind im Kreis Bergstraße derzeit von 40 verfügbaren Intensivbetten in den Kliniken 37 Betten belegt – davon sechs mit an Covid-19 infizierten Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen; drei von ihnen müssen invasiv beatmet werden.

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596 weitere Coronavirus-Infektionen sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gestern in Hessen registriert worden. Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 181 523. 5553 Todesfälle in Hessen werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 48 mehr als am Vortag.

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Aus Sicht des Darmstädter Gesundheitsamtes deutet sich nach den regelmäßig niedrigeren Zahlen zum Beginn der Woche langsam eine belastbare Stabilisierung der Inzidenz unter 50 in Darmstadt an. Gestern lag der Wert in Darmstadt bei 46,9. kel/dpa/lhe