SV Rohrhof - Nach Verletzungspech hat Trainer Daniel Katsch in der Breite nachgebessert und hat jetzt die Qual der Wahl „Wir gehören in die Kreisliga“

Von 
Maximilian Wendl
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Wenn der SV Rohrhof vom Verletzungspech verschont bleibt, dann gehört er in dieser Saison in der Kreisklasse A zu den großen Favoriten. Dass diese These nicht aus der Luft gegriffen ist, unterstreicht auch der selbstbewusste Coach Daniel Katsch, der in sein drittes Jahr als Cheftrainer geht: „Für meine Begriffe gehört der SVR in die Kreisliga und wenn alle Spieler fit sind, dann habe ich die Qual der Wahl.“

Neu beim SV Rohrhof begrüßt Trainer Daniel Katsch (hinten v. l.) die Neuzugänge Sebastian Mertens, Jad Chehade sowie Abubacar Touray (vorne v. l.), Sebastian Ludwig und David Gahnadi. Auf dem Bild fehlt Mirco Obeldobel. © Fischer
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Klar ist, die Verantwortlichen haben enorm viel Qualität an Land gezogen: Techniker David Ghanadi kommt ebenso wie Innenverteidiger Sebastian Mertens aus der Landesliga (beide TSG Eintracht Plankstadt). Jad Chehade ist ebenfalls für das Deckungszentrum verpflichtet worden und Mirco Obeldobel soll im Angriff Daniele Parisi entlasten.

Kader SV Rohrhof

Trainer. Daniel Katsch.

Tor: Robin Sold (20), Tobias Neubauer (25).

Abwehr: Florian Bopp (27), Jad Chehade (30/1. FC Turanspor Mannheim), Andreas Gerling (33), Sebastian Mertens (26/TSG Eintracht Plankstadt), Karol Sgodzaj (28),Philipp Stoltz (34), Tobias Termin (27).

Mittelfeld: Michael Bandrowski (27), Lucas Bellaid (22), Diego Gambino (24), David Ghanadi (27/TSG Eintracht Plankstadt), Sebastian Ludwig (27), Jonas Martin (27), Kevin Medina Lopez (26), Oliver Niemiro (32).

Angriff: Christian Krupp (30), Mirco Obeldobel (22/SV 98/07 Seckenheim), Daniele Parisi (33).

Beim Blick auf die Verpflichtungen ist aber eines klar: In der vergangenen Saison drückte der Schuh in der Defensive. „Uns ist die Kraft ausgegangen, weil ich gefühlt nach jedem Spiel einen neuen Langzeitverletzten hatte. Und wenn man auf die Statistik schaut, dann sieht man, dass wir erst ab der 65. Minute die Gegentore kassiert haben“, sagt der 38-Jährige. Die Folge: Die Spieler sollen sich jetzt nach dem Training verstärkt dehnen, um Verletzungen vorzubeugen.

Trotzdem wurde der Kader, der schon vor der Sommerpause viele höherklassig erfahrene Spieler zu verzeichnen hatte, in der Breite nicht verstärkt. Nur 18 Feldspieler und zwei Torhüter stehen im Aufgebot. „Es hat sich auf dem Markt nicht mehr ergeben“, erklärt der B-Lizenz-Inhaber, der an der Jugendelite-Lizenz arbeitet. Er ist aber davon überzeugt, dass „die Defensive qualitativ besser besetzt ist“.

Auf Ausrutscher hoffen

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Neben seiner Mannschaft schätzt er noch sechs weitere Clubs richtig stark ein. „Um aufzusteigen, muss man auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen und selbst fokussiert sein“, erklärt Katsch, bei dem kein Spieler gesetzt ist – auch nicht die Neuen: „Natürlich wurden sie geholt, um Verantwortung zu übernehmen, aber wenn sie die Leistung nicht bringen, dann sind auch ihre Einsatzminuten in Gefahr.“

Lieber wäre es ihm aber sicher, wenn der SVR mit allen Mann vor dem gegnerischen Tor für Gefahr sorgen würde.

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.