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Rex - Bensheimer Musiktheater weicht mit seinem Open Air-Wochenende Mitte Juli nach Lorsch aus

„Völkerball“ rockt am Kloster

Von 
Nina Schmelzing
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Die Band „Völkerball“ ist am 16. Juli auf der Klosterwiese zu hören. Die Musiker traten 2018 bereits in Lorsch auf und waren im vorigen Jahr in Bensheim. © Gutschalk

Lorsch. Im vorigen Jahr gab es in Lorsch eine üppig bespielte Sommerbühne. Rund 3300 Besucher zog das Programm auf dem Karolingerplatz hinter dem Kloster an. 14 Solokünstler und 15 Gruppen – darunter prominente Gäste wie „Mundstuhl“ und Florian Schroeder – boten drei Wochen lang viel Abwechslung. Eine Neuauflage gibt es in diesem Jahr zwar nicht, ein attraktives Open Air aber trotzdem.

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Denn Mitte Juli , von Donnerstag, 14. Juli, bis Samstag, 16. Juli, gastiert das Musiktheater Rex mit seinem Open Air in Lorsch. Unter anderem tritt dabei die bekannte Formation „Völkerball“ auf. Zudem sind „Mark Gillespie´s Kings Of Floyd“ und „Night Fever“ zu hören.

Die Veranstalterinnen um Margit Gehrisch organisieren nicht zum ersten Mal ein Open Air dort. 2018 hatten sie zuletzt eine fünftägige Konzertreihe am Kloster auf die Beine gestellt. Bei der erfolgreichen Reihe stand unter anderem auch „Völkerball“ auf der Bühne. Unmut einiger Lorscher Anwohner im Vorfeld der Großveranstaltung, so hatte es vom Musiktheater damals geheißen, sei der Grund gewesen, die Konzerte später in Bensheim fortzusetzen.

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Grund für den aktuellen Spielortwechsel nach Lorsch ist, dass der Festplatz in Bensheim wegen der Unterbringung der Flüchtlinge aus der Ukraine nicht wie zuvor zur Verfügung steht.

Lorsch ist für die Veranstalterinnen ein vertrautes Pflaster. Schließlich waren sie früher mit ihrem Musiktheater in Lorsch in der Hirschstraße ansässig. Den Karolingerplatz loben sie in der Ankündigung für das Open Air im Juli ausdrücklich. Vom „atmosphärisch einzigartigen Open Air-Gelände am Weltkulturerbe Kloster Lorsch“ jedenfalls ist da die Rede.

Pop, Rock und Metal

An drei aufeinander folgenden Tagen sollen die Freunde von Art-Rock, melodischem Pop, Rock und Metal Konzertfreuden erleben. „Kings of Floyd“ gelten seit Jahren als eine der besten Pink-Floyd-Coverbands, heißt es vom Rex. Die Mitglieder um den britischen Frontmann Mark Gillespie kommen aus Deutschland, den Niederlanden und Kanada und beherrschen ihr Metier perfekt, wissen die Organisatoren. Mark Gillespie ist für seine variationsreiche Stimme bekannt und überzeugt auch mit seinem britischen Humor als Entertainer. In einer „famosen Live-Inszenierung“ biete die Band eine „großartige musikalische Reise durch die Kompositionen von Pink Floyd“. Auf ihrer „High Hopes“-Tournee werden sie am 14. Juli vor dem Kloster Lorsch auftreten und wollen mit ihrer Illusion eines echten Pink Floyd-Konzertes selbst Pink Floyd-Puristen begeistern.

Die Formation „Night Fever“ zählt seit Jahren zu einer der erfolgreichsten Bee Gees-Tribute-Shows weltweit. Die Musiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Hits der Bee Gees so authentisch und perfekt wie möglich zu interpretieren und dabei trotzdem der Show ihre persönliche Note zu verleihen. Sie präsentieren am 15. Juli die Show „Nights On Broadway“.

Basierend auf dem legendären Konzert „One Night Only“ von 1997 in Las Vegas beeindruckt die Show auch mit ihrer Lichttechnik und besonderen Inszenierungen. „Night Fever“ sei „mehr als nur eine Coverband“, so die Bensheimer Veranstalter, die auf das „höchst künstlerische Niveau mit außergewöhnlich authentischem Gesang und aufwändiger Bühnenshow“ hinweisen. Geboten werden dem Publikum Klassiker wie „Massachusetts“, „Stayin´ Alive“, „Words“, „You Win Again“ oder „Nights On Broadway“.

Die Gruppe „Völkerball“, benannt nach der gleichnamigen Live-DVD und dem Live-Album von „Rammstein“, überzeugt als Rammstein-Tribute-Band mit präziser Nachahmung ihrer weltberühmten Vorbilder. Die Band wurde 2008 gegründet und erspielte sich seither den Ruf einer ausgezeichneten Live-Band, zumal Frontmann René Anlauff der unverwechselbaren Stimme von „Rammstein“-Sänger Till Lindemann erstaunlich nahekommt.

Am 16. Juli wird die Band vor dem Kloster Lorsch auftreten, im Vorprogramm spielen „Sickrox“ Hard-Rock, Grunge und Post-Grunge.

Die Konzerte beginnen an allen Abenden um 20 Uhr, Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr. Die Eintrittspreise liegen im Vorverkauf zwischen 31,50 Euro und 39,50 Euro. Tickets für das Open Air gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder unter www.musiktheater-rex.de, eine Hotline ist unter 06251/680199 eingerichtet.

„Stadtlesen“ nicht beeinträchtigt

In Lorsch hatte der Magistrat mit Bürgermeister Christian Schönung an der Spitze die Anfrage des Musiktheaters Rex im Frühjahr nach dem Sommer-Spielort am Kloster positiv beschieden. Dass zeitgleich auch zwei Lorscher Großveranstaltungen stattfinden, wird nicht als problematisch gesehen. Zum einen soll an jenem Juli-Wochenende das Jubiläum des Waldschwimmbads in größerem Rahmen nachgefeiert werden, das inzwischen 52 Jahre alt ist.

Ebenfalls Mitte Juli soll sich der Benediktinerplatz vor der Königshalle zudem wieder in ein großes öffentliches Lesezimmer unter freiem Himmel verwandeln. Denn die Aktion „Stadtlesen“ gastiert wieder. In riesigen Regalen werden vom 14. bis 17. Juli Tausende Bücher zum ausgiebigen Gratis-Schmökern zur Verfügung gestellt.

„Damit die Autorenlesung nicht beeinträchtigt wird, wurden die Zeitpunkte der Aktionen mit den Veranstaltern abgestimmt“, teilte der Lorscher Magistrat bereits im Mai mit.

Redaktion

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